Der Senfspender
Alte Fundstücke auf Alltagserinnerungen.de Jeden Tag verlöschen die Feuer der Erinnerung. Damit sie nicht unwiederbringlich verloren gehen halte ich sie am Leben. Heute: Der Senfspender.
Diesmal ein normaler Alltagsgegenstand, welcher oft wenig beachtet im täglichen Gebrauch gewesen ist.
Kennst Du sicher auch, solche Objekte, die man nahezu täglich benutzt, ohne genau hinzuschauen. Salzstreuer sind auch so ein Beispiel.
Gibt viele Sachen, die man ganz automatisch macht, beispielsweise Essen und Schlucken. Erst wenn es nicht mehr funktioniert, merkt man wie schwer es ist, es wieder zu können.
Ich kann ein „Lied“ davon singen. Ist aber ein anderes Thema.
Aber zurück zum Thema.

Der Senf.
Zunächst werfen wir einen Blick auf den Senf als solches.
Das es ein Gewürz ist, weißt Du.
Es wird aus den Samen des Braunen, Schwarzen oder Weißen Senf hergestellt.
Woher die Bezeichnung „Senf“ stammt, ist nicht genau nachweislich.
Bei Ausgrabungen wurde festgestellt, dass man bereits vor 1.800 vor Christus Senfanbau im Indus-Tal betrieben hat. Ganz schön lange her.
Das erste bekannte Rezept zur Senfzubereitung stammt von dem Römer Lucius Iunius Moderatus Columella aus dem 1. Jahrhundert nach Christus.
In unseren Regionen stammt die erste Überlieferung aus einer Schrift von Karl dem Großen.
Der Senfspender
Heute liegt meist eine Senftube oder ein kleines Töpfchen auf dem Esstisch. Die einen mögen die scharfen Varianten, anderen sind selbst die milden schon scharf genug.
Ich zähle mich zur letzten Kategorie.
Aber bei manchen Essen, Weißwürsten, Fleischwürsten, Bock- oder Bratwürsten, ist der Senf ein guter Begleiter.
Auch auf einer Leberkäse-Semmel wird er gerne gesehen.
Genug Appetit gemacht, zum Fundstück.
Er besteht aus rotem Bakelit und einem Glasteil, in letzteres wird der Senf eingefüllt.
Obenauf ist der Verschluss mit einem Deckel oder einer Art „Haube“ verschlossen.
Möchtest Du etwas Senf haben, schraube den Verschluss ab und drücke unten auf den Boden des Senfspenders.
Somit drückst Du den Inhalt, je nach gewünschter Menge, heraus.
Ähnlich wie bei einer Tube, aber etwas eleganter.
Wer diesen Senfspender hergestellt hat und auch wann, kann ich leider nicht beantworten. Ich tippe ihn auf eine Zeit in 1930er Jahre oder sehr frühe 1950er Jahre.
Später wurde der Kunststoff durch andere Materialien ersetzt.
Mich erinnert der kleine Senfspender auch etwas an einen alten Leuchtturm.
Sehr entfernt natürlich.
Ich habe ihn mal hier in eine solche Szenerie gesetzt.

Passt von der Form her schon, was meinst Du?
Wenn Du mehr über dieses Fundstück sagen kannst, schreibe mir gerne.
Ich teile die Informationen dann in diesem Artikel.
Jetzt mache ich mich wieder auf die Suche nach weiteren „Leuchtfeuern“ eines vergangenen Alltags.
Bleib interessiert.
Björn
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