Der Kaffeeklatsch
Alte Fundstücke auf Alltagserinnerungen.de Jeden Tag verlöschen die Feuer der Erinnerung. Damit sie nicht unwiederbringlich verloren gehen halte ich sie am Leben. Heute: Der Kaffeeklatsch.
Der Kaffeeklatsch.
Wer kennt ihn nicht. Den Kaffeeklatsch. Meistens eine Damenrunde tauscht sich bei Kaffee und Kuchen über die Neuigkeiten aus. Es soll aber auch Herren gegeben haben, die sich dabei aufgehalten haben.
Früher meist mit dem besseren Geschirr und allerlei Gelächter in der Runde.
Aber heute geht es nicht um den tatsächlichen Kaffeeklatsch, sondern um mein Fundstück, welches ich Dir zeigen möchte.
Der fidele Kaffeeklatsch.
Ein lustiges Frage- und Antwortspiel für große Leute.
Zugegeben, das Schönste ist die Zeichnung auf dem Deckel des Kartons.
Herrlich.

Der Herausgeber ist der Verlag Jos. Scholz in Mainz.
Und die großartige Zeichnung stammt von Arpad Schmidhammer.
Seltener Vorname, der vollständige Name war Arpad Emil Schmidhammer (12. Februar 1857 in St. Joachimsthal geboren, gestorben am 13. Mai 1921 in München).
Er war bekannt in seiner Zeit und hat zahlreiche Illustrationen geschaffen.
Für den Verlag Jos. Scholz in Mainz, welcher von Christian Scholz (20. Juni 1806 in Wiesbaden geboren, gestorben am 21. März 1880 in Mainz) begründet worden ist, hat er einige Arbeiten entworfen.
Darunter mein heutiges Fundstück.
Sein Verlag gilt als einer der ersten Kinderbuchverlage in Deutschland im Jahr 1840.

Der fidele Kaffeeklatsch stammt aus der Zeit um 1900.
Ein genaues Datum lässt sich nicht herausfinden.
Aber schon die Illustration deutet auf diesen frühen Zeitraum hin.
Diese Art der „Frage- und Antwortspiele“ gibt es in großen Mengen von den unterschiedlichsten Verlagen für Spiele.
Auch heute noch.
Dabei wird in loser Reihenfolge um den Tisch verteilt und jeder erhält eine Anzahl an Antwort- und Fragekarten.
Eine Person fängt an und stellt die erste Frage auf seiner Karte an die links sitzende Person, welche daraufhin die erste Antwort vorliest.
Hierbei entstehen kuriose Situationen.
So geht es immer weiter, bis alle Karten „ausgelesen“ sind.

Ich habe eine weitere Variante eines solchen Spiels hier, vielleicht zeige ich es Dir ein anderes Mal.
Informationen zu Arpad Schmidhammer findest Du hier.
Informationen zum Jos. Scholz Verlag findest Du hier.
Das Spiel bereitet auch heute noch Freude, über hundert Jahre nach seiner Veröffentlichung. Ein zeitloser Klassiker.
Ich hoffe, mein Fundstück war interessant.
Jetzt mache ich mich auf die Suche.
Bleib interessiert.
Björn

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