Der Blitzableiter.

Alte Fundstücke auf Alltagserinnerungen.de Jeden Tag verlöschen die Feuer der Erinnerung. Damit sie nicht unwiederbringlich verloren gehen halte ich sie am Leben. Heute: Blitzableiter.

 

Blitzableiter.

 

Heute habe ich wieder ein kleines Fundstück aus alten Tagen im Gepäck. Erworben habe ich es, weil ich den Namen „Blitzableiter“ kurios gefunden habe.

 

Unter Blitzableiter habe ich mir bisher etwas anderes vorgestellt.

 

Du ahnst was, genau.

 

Wir haben auch so einen Blitzableiter am Haus.
Er dient der Abwehr von Blitzen bei Gewittern.

 

Äußerlich erkennst Du ihn an den „Fangdrähten“ auf dem Dach und der Ableitung an der Fassade. In den neueren Häusern sieht man Blitzableiter nicht mehr so häufig.

 

Hat vielleicht auch Kostengründe, denn so eine Anlage kostet schon ein paar Tausend Euro.

 

Aber darum soll es in diesem Beitrag nicht gehen, mein Fundstück heißt zwar Blitzableiter, aber für Gebäude ist er nicht gemacht.

 

Kommen wir zum Fundstück.

 


Blitzableiter.

 

Im französischen auch „Panatonnerre“ genannt.
Und so steht es auch klein auf der ebensolchen Verpackung, diese ist mehrsprachig.

 

Abgebildet ist ein kleiner „Zwerg“ mit Regenschirm, welcher mit dieser kleinen Verpackung einen Blitzschlag abwehrt.

 

Ehrlich hat mich diese Darstellung fasziniert, weswegen ich es gekauft habe.
Ich mag solche Illustrationen von früheren Zeiten.

 

Im Inneren finden wir eine Anleitung mit dem Titel „Zweites Blitzableiter-Heft“.
Ein Erstes habe ich nicht gefunden, vielleicht gab es einmal zwei Versionen, ich kann es Dir nicht sagen.

 

Darunter finden sich sieben unterschiedliche Steine, wie ein Puzzle.

 

Mehr ist nicht im kleinen Karton zu finden.

 


Hersteller: F.Ad. Richter & Cie.

 

Gegründet wurde diese von Friedrich Adolf Richter (*12. Mai 1846 in Herford, +25. Dezember 1910 in Jena).

 

Adolf Richter erhält 1876 im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt die Genehmigung eine chemische Fabrik zu betreiben.

 

Die große Stunde schlägt, als die von den Brüdern Lilienthal entwickelte Methode aus pulverisiertem Kalk, Quarzsand und Leinölfirnis Steinbausteine herzustellen, aus Geldgründen verkauft wird.

 

Richter kauft die Idee und beginnt in Rudolstadt mit der Produktion von ersten Baukästen. Der Erfolg stellt sich schnell ein.

 

Nachdem das Logo eines Eichhörnchens durch einen Anker ersetzt worden ist, werden die „Anker-Steinbaukästen“ zu einem beliebten und weit verbreiteten Produkt.

 


Die Funktionsweise.

 

Im Anleitungsheft sind verschiedene, in Schwierigkeitsgrade aufgeteilte, Figuren abgebildet.

 

Diese können mit den enthaltenen Steinen zusammengesetzt werden, quasi ein Steinpuzzle.

 

Geschult werden dadurch die Geschicklichkeit und die Aufmerksamkeit.

 

Ein interessantes kleines Spielzeug.

 

Du kannst sehr viele Figuren nachlegen und ja, es macht Spaß!

Es handelt sich um die vereinfachte Form der großen Steinbaukästen.

 

Was das ganze aber mit einem Blitzableiter zu tun hat, konnte sich mir bisher nicht offenbaren.

 

Vielleicht kannst Du es mir sagen?

Schreib mir gerne dazu und ich ergänze den Artikel um das fehlende Wissen.

 

Damit ist es für diesmal genug und ich mache mich auf die Suche nach einem neuen (alten) Fundstück.

 

Bis dahin, bleib interessiert.

 

Björn

Björn
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