Marktkirche Hirschhorn

Besuch der Marktkirche in Hirschhorn. Fotos und Geschichte. Alltagserinnerungen unterwegs.

 

Marktkirche Hirschhorn.

 

Nachdem ich schon die ehemalige Klosterkirche in Hirschhorn vorgestellt habe, folgt heute die Marktkirche Hirschhorn.

Sie ist leicht zu finden, direkt am Torturm in der Mitte der Altstadt.
Nicht zu verwechseln mit der Stadtkirche vor den Toren derselbigen.

 

Friedrich von Hirschhorn gilt als der letzte „Ritter von Hirschhorn“. Er muss die Klosterkirche im Ort dem Karmeliterorden zurückgeben. Aus diesem Anlass lässt er als Ersatzbau 1628 bis 1630 die heutige evangelische Marktkirche erbauen.

 

Sie nennt sich auch Pfarrkirche „Zur unbefleckten Empfängnis“.

 

Aber ihre Zeit als aktive Kirche währt nicht lange. Im Zuge der Gegenreformation wird sie bereits im Jahr 1636 wieder geschlossen.

 

 

 

Was folgt ist eine Zeit der außerkirchlichen Benutzung. Teilweise sogar als Speichergebäude für die Heulagerung.

 

Erst durch den Willen der Bürgerschaft von Hirschhorn wird sie, gegen den ausdrücklichen Willen der ortsansässigen Karmeliter im Jahr 1731 renoviert und letztlich im Jahr 1732 erfolgt die Weihung zur erneuten kirchlichen Nutzung.

 

Aus der Erbauungszeit finden wir noch einige Heiligenfiguren, beispielsweise den heiligen Sebastian und den heiligen Nepomuk. Auch die Kanzel in der Kirche soll aus jenen Tagen erhalten geblieben sein.

 

Selbstverständlich gibt es auch eine Orgel.

 

Die Rieger-Kloss Orgel in der Marktkirche Hirschhorn.

 

Erbaut wurde diese unter anderem von Friedrich Müller aus Heidelberg.

 

In den Jahren 1880 und 1995 erfolgt eine Restauration durch die Firma Rieger-Kloss aus Tschechien.

Der alte Prospekt verdeckt die dahinterliegenden Änderungen.

 

Insgesamt gibt es 2 Manuale, 35 Register und 2436 Pfeifen, was sie zur größten Orgel im Ort macht.

 

Barocke Ausstattung.

 

Die Kirche ist eigentlich ohne eigenen Turm, das Stadttor wird als Glockenturm genutzt, es liegt direkt im Anschluss.

Im Mittelpunkt steht der dreistöckige Hochaltar.

 

Er zeigt Gemälde von Maria Immaculata, dem Gottvater und Christus über den Wolken befindlich. Über allem erstrahlt das Auge Gottes, wie es häufiger zu finden ist.

Hier zeigt sich uns das Werk des Künstlers Adam Hügel aus Mainz.

 

Hinzu kommen zwei Seitenaltäre.

 

Auf der Epistelseite wird die Kreuzigung aufgezeigt und Engel beten ein Kreuzreliquiar an. Die andere Seite, auch Evangelienseite, zeigt das Abendmahl und zwei Engel, die eine Hostie anbeten.

 

Der Erbauer diese beiden Altäre war Johannes Zindel aus Neckarelz. Schnitzarbeiten und möglicherweise auch die Bilder sind aus den Händen von Joseph Kilian Hohlbusch aus Neckarsulm.

 

 

Auch wenn der ursprüngliche Zustand nicht mehr vollständig erhalten ist und moderne Ergänzungen vorgenommen worden sind. Die Marktkirche ist einen Besuch wert.

 

Im Außenbereich findest Du noch eine Kreuzigungsgruppe, diese stammt gleichfalls von Jakob Hohlbusch aus Neckarsulm und ist hergestellt im Jahr 1722.

 

Kleine Spenden zum Erhalt dieser schönen Kirche sind gleichfalls vor Ort gerne willkommen.

 

Hier findest Du weitere Informationen:

 

  • Allgemeine Informationen zur Marktkirche Hirschhorn findest Du hier.

 

  • Informationen auf Stadt Hirschhorn findest Du hier.

 

  • Auf dem Pastoralraum Neckartal findest Du hier Informationen.

 

 

Ich hoffe mein Artikel war interessant für Dich.

Bleib interessiert.

Björn

Björn
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