Die Lohntüte
Alte Fundstücke auf Alltagserinnerungen.de Jeden Tag verlöschen die Feuer der Erinnerung.Damit sie nicht unwiederbringlich verloren gehen halte ich sie am Leben.Heute: Die Lohntüte.
Die Lohntüte.
Hört sich an wie eine Erzählung oder ein Gedicht. Aber mir ist bisher keines der beiden mit jenem Titel zu Ohren gelangt.
Damit willkommen zu einem neuen Artikel der Reihe: Alte Fundstücke.
An mein heutiges Fundstück habe ich keine Erinnerungen persönlicher Natur. Eine Lohntüte habe ich nie bekommen. Wohl aber erinnere ich mich an einen Geldumschlag. Ja, diesen drückte man mir in die Hände und ich nahm es freudenstrahlend an.
Nichts illegales natürlich, aber in den frühen Tagen des mittlerweile älteren Dasein gab es noch diese „Ferienjobs“ und die Entlohnung folgte wohl auf die geschilderte Weise.

Apropos Entlohnung.
Meinen ersten Lohn gab es noch als „Vorschuss“, da die Buchhaltung für die Einrichtung der monatlichen Alimente länger brauchte. Heute läuft es regelmäßiger und es ist gut so.
Die gehaltlichen Auszahlungen laufen heute sicher überall über das Gehaltskonto ab.
Oder gibt es noch Branchen in denen Cash gezahlt wird?
Einmal die unter der Hand vorgenommenen Zahlungen aus der Acht gelassen.
Um diese möchte ich mich hier nicht kümmern.
Aber genug der einleitenden Worte.
Kommen wir zum Fundstück.

Zahltag: Die Gehaltstüte oder Lohntüte.
Lange Zeit bekommen die Arbeitnehmer eine Lohntüte in die Hand gedrückt. Darin die schwersam verdienten „Moneten“ und auf der Tüte stehen handschriftlich ausgefüllte Angaben zu Brutto- und Nettolohn.
Das geht so lange bis nach dem Zweiten Weltkrieg, erst in der aufstrebenden Bundesrepublik Deutschland verschwinden die Lohntüten langsam aus dem Alltag.
Immer mehr Lohnzahlungen laufen über Konten bei einer Bank und mittlerweile gehört die typische Lohntüte, auf die ich mich hier beziehe, der Vergangenheit an.
Was auch die Gefahr der sofortigen Ausgabe des Geldes vermindert hat.
So mancher ging mit dem frisch erhaltenen Inhalt erst einmal in die nächstgelegene Kneipe um das Kleingeld „umzusetzen“.
Was damals viel mehr wert gewesen ist als heute.
So gehört die Zeit der Lohntüten heute der Vergangenheit an und damit gehört sie in meine Fundstücke.
Mitgebracht habe ich Dir Beispiele einer typischen Lohntüte.
Übrigens gibt es keine gesetzliche Pflicht in welcher Form der Lohn ausgezahlt werden muss, es kann also durchaus noch vereinzelte Formen der Lohntüte geben. Alles legal versteht sich von selbst.
Ob es noch irgendwo auf der Welt eine Form der Lohntüte gibt, kann ich Dir leider nicht beantworten. Wenn Du es weißt, dann schreibe es gerne in die Kommentare.
Damit bin ich für heute schon wieder am Ende angelangt.
Zugegeben ein kleiner Artikel, aber in der „Kürze liegt die Würze“.
Wusstest Du, dass dieser Ausspruch aus Shakespeares Hamlet stammt?
In dem bereits 1603 Uraufgeführten Stück ist der Ausspruch enthalten:
Weil Kürze, denn des Witzes Seele ist, Weitschweifigkeit der Leib und äußre, fass ich mich kurz. In der Kürze liegt die Würze.
Damit gehe ich wieder auf die Suche.
Bleib interessiert
Björn
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