Natur im Blick

Natur im Blick auf Alltagserinnerungen.de Heute: Ein Blick zurück. Gedanken über Insekten und die Entwicklung eines Dorfes.

Letztes Jahr hatte ich nicht soviel Zeit um Insekten zu fotografieren und raus in die Natur zu gehen. Ich war quasi den ganzen Herbst bis zum Winter außer Gefecht gesetzt. Ob es dieses Jahr besser klappt? Hängt von meiner Gesundheit ab.

Im Moment herrscht in der Natur noch Ruhephase.

Bei mir auch.

Was mir aufgefallen ist, es gibt immer weniger Insekten um mich herum in der Landschaft.

Ich habe es nicht gezählt, aber manche Dinge fallen sofort auf.

Beispielsweise gab es in meiner Jugend nach einem Regen Massenweise Regenwürmer und Schnecken auf der Straße. Ist heute nicht mehr der Fall – da musst Du viel Glück haben ein paar zu finden.

Kartoffelkäfer habe ich lange nicht gesehen.

Woran es liegt? Nein, nicht am Klima.

Eher an den Giften die in der Landwirtschaft in großen Mengen eingesetzt werden.

Ich sehe hierin den Hauptgrund des Verschwindens.

Insekten und Arten verschwinden.

Auch das Dorf hat sich verändert.

Die Landwirtschaft ist auf dem Rückzug.

Immer mehr Wiesen und Felder werden überbaut. Die wenigen Aktionen zum Retten der Wildbienen, ironischerweise direkt an den Hauptstraßen gelegen, bringen wenig Erfolg.

Blütenwiesen in der Feldrandlage in der Nähe des Waldes wären wichtiger.

Oder möchtest Du jeden Tag zu Fuß über eine viel befahrene Autobahn laufen?

Eben.

So nimmt die Vielfalt immer weiter ab und was weg ist, kommt nicht mehr zurück.

Auch die Initiative “Wald vor Wild” hilft nicht gerade die heimische Tierwelt zu erhalten.

Rehe, Feldhasen, Fasane, Rebhühner und sogar Marder sehe ich immer seltener.

Hinzu kommt, damit lässt sich schnelles und gutes Geld verdienen.

In der letzten Zeit steht immer häufiger Wild auf den Speisekarten der heimischen Gastronomie.

 

Vielfalt erhalten.

Müsste Motto sein.

Auch in dieser Hinsicht wird die Erde immer weiter zerstört.

Nicht nur am Amazonas – direkt vor unserer Haustür.

Die heimischen Wälder werden bei uns im Odenwald in den letzten Jahren immer mehr ausgedünnt.

Borkenkäfer, aber nicht nur. Der Bedarf an Brennholz steigt und immer mehr haben hierin ein ertragreiches Geschäft gefunden.

Medial wird das Augenmerk immer auf bestimmte Themen gelenkt, aber was drum herum geschieht, bleibt außer Blickweite.

Werden irgendwo fünf Bäume gefällt wegen einer Autobahn sind Demonstranten und Medien zur Stelle. Werden vor der Tür halbe Wälder gerodet nicht.

Kluge Reden und Organisationen gibt es überall, doch ein wenig geht es auch hierbei immer um das Geld und die mediale Präsenz. Oft um Gewalt. Da wird eine gute Sache oft zum eigenen Nutzen instrumentalisiert.

Ein Artikel der zum Nachdenken anregen soll.

Ich hoffe ich habe niemanden verschreckt.

Bleib interessiert.

 

 

Björn
Letzte Artikel von Björn (Alle anzeigen)
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert