Moccadur Kaffeemaschine
Alte Fundstücke auf Alltagserinnerungen.de. Jeden Tag verlöschen die Feuer der Erinnerung. Damit sie nicht unwiederbringlich verloren gehen halte ich sie am Leben. Heute: Moccadur Kaffeemaschine.
Die Moccadur Kaffeemaschine.
Es ist wieder Zeit für ein Fundstück auf meinem Blog. Heute habe ich wieder eine Kaffeemaschine mitgebracht.
Die Serie ist beliebt und macht mir Spaß.
Meine älteste Kaffeemaschine ist aus der Zeit um 1840/50 und heute sind wir einhundert Jahre später dran.
Sie ist entstanden in einer Zeitspanne, als die junge DDR versucht eigene Haushaltsgeräte zu entwickeln. Was auch gelungen ist, wie Du an meinem heutigen Fundstück siehst.
Von der Optik ein gelungenes Design, sie passt in die Zeit und schaut auch heute noch gut aus, nachdem gut 75 Jahre vergangen sind.
Die Moccadur.

Hersteller und Funktionsweise.
Hergestellt worden ist sie von der PGH Elektromechanik in Berlin-Kaulsdorf in den ausgehenden. 1959er Jahren. Dieser Betrieb wurde 1958 begründet und ist ungefähr 1972 zu einem VEB geworden.
Bei der Funktionsweise handelt es sich um einen sogenannten Pump-Perkolator. Hierbei wird das Wasser erhitzt, in diesem Fall durch Strom betrieben, und nach oben durch einen Filter gepumpt. In dem Filter befindet sich das Kaffeepulver.
Der fertige Kaffee sammelt sich unten, durch den Glasteil kann man schön sehen wie der fertige Kaffee herunterläuft.
Ausgelassen wird das fertige Getränk durch einen Hahn am Wasser- bzw. später Kaffeebehälter.
Macht was her, findest Du nicht auch?

Der Name PGH steht für Produktionsgenossenschaft des Handwerks.
In jener Zeit wurden noch nicht solche seltsamen Wortschöpfungen wie heute verwendet.
Finde ich gut so.
Und wer hats erfunden?
Ein Mann mit Namen Otto Bengtson, der 1924 in Thüringen geboren worden ist.
Sein Vater hat den gleichen Namen und war Metalldrückermeister und hat einen einen eigenen Handwerksbetrieb in Berlin-Lichtenberg.
Erstgenannter Otto Bengtson junior entwirft die erste Kaffeemaschine der jungen DDR und stellt diese auf der Leipziger Messe im Jahr 1954 vor.
Sie wird die sicher bekannteste Kaffeemaschine der Volksrepublik.
Heute ist sie ein gesuchtes Sammlerstück.
Es gibt unterschiedliche Varianten mit verschiedenen Größen.
Otto Bengtson wandert 1974 nach West-Berlin aus. Sein Betrieb ist mittlerweile verstaatlicht und er möchte nicht als Angestellter seines eigenen Betriebes arbeiten.
Weiterhin betätigt er sich als Erfinder, aber die Lizenzierung scheitert scheinbar.
Eine Vorstellung der Moccadur findest Du im Nordkurier hinter diesem Link:
Ein Video der funktionierenden Moccadur findest Du auf Youtube hinter diesem Link:
Ich hoffe mein Artikel war interessant für Dich und gehe weiter auf die Suche.
Bleib interessiert.
Björn.
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