Ash´s Kaffeekanne
Alte Fundstücke auf Alltagserinnerungen.de. Jeden Tag verlöschen die Feuer der Erinnerung. Damit sie nicht unwiederbringlich verloren gehen halte ich sie am Leben. Heute: Ash´s Kaffee-Kanne.
Es ist wieder soweit, ein neues Fundstück steht vor der Tür – oder auf dem Herd.
Die Ash´s Kaffee-Kanne. Ich muss also kein Geheimnis daraus machen um was es geht – der Titel sagt bereits sehr viel aus.
Wobei, es ist nicht nur eine Kaffee-Kanne im klassischen Sinn.
Aber dazu später mehr.
Schau auf das Foto, bereits auf den ersten Blick wirkt sie aus der Zeit gefallen.
Irgendwie alt, mehr wie eine Art „Urne“ oder „Pokal“. In Deutschland gab es ähnliche Objekte, die unter die Kategorie „Kranenkanne“ fallen. Im Volksmund gerne „Dröppelminna“ genannt.
Wenden wir uns zunächst dem Namen zu.

Ash´s Kaffee-Kanne.
Erfunden wurde sie von einem gewissen Mr. Ash, den Vornamen habe ich nicht gefunden.
Lange muss es her sein, wohl in der Mitte des 19. Jahrhunderts (sprich um 1850 herum).
Eine Firma mit dem Namen The Piston Freezing Machine and Ice Company aus der Oxfordstreet Nr. …. In London wird als Hersteller genannt.
Woher ich es weiß, es steht im Deckel auf einem Schild.
Dazu auch eine Altersangabe, 25 März 1868.
Das Unternehmen war bereits seit vielen Jahren in der Produktion von Eismaschinen aktiv. Irgendwann wurde diese Art „Kaffee-Maschine“ vorgestellt. Weshalb sie diesen deutsch klingenden Namen trägt? Ich kann es nicht sagen – vielleicht war sie für den deutschsprachigen Raum gedacht.
Wie ist die Funktionsweise.
Damit kommen wir zur Besonderheit unseres Fundstücks.
Handelt es sich dabei nicht nur um eine Kanne zur Kaffeeherstellung, sondern vielmehr um eine Art frühzeitlicher „Thermoskanne“. Wobei diese ihren klingenden Namen der Firma „Thermos“ verdankt.
In das Innere wurde zunächst Wasser gegeben und in diesem Wasser hing eine Art Filtersäckchen, welches oben eingehängt wird. Der originale Filtereinsatz ist nicht erhalten geblieben, was in Anbetracht der Jahre entschuldbar ist.
Erhitzt wurde alles mit einem Brenner, diese ruhte auf einem Gestell – welches sich erhalten hat, jedoch nicht abgebildet ist.
Nur ein paar Minuten und der Kaffee war fertig, wahrscheinlich hätte man auch Tee anstatt Kaffee machen können.
Jetzt ist dies keine Besonderheit, so etwas hat man schon gesehen.
Aber die „Kaffee-Kanne“ kann mehr.
In die Tülle füllte man nach dem Erzeugen des Kaffes warmes Wasser, somit wurde der fertige Kaffee warmgehalten.
Deshalb die Erwähnung der „Thermoskanne“.
Clever gelöst.
Die Kanne war vielleicht einmal versilbert – an manchen Stellen ist sie abgerieben.
Unser passend geformter Auslasshahn hat einen Griff aus Bein.
Sie wirkt auch heute noch majestätisch und sehr dekorativ.
In einem passenden Ambiente kommt sie gut zur Geltung.
Grundsätzlich kann darin heute noch Kaffee bereitet werden,
der Filter ist, mit etwas Geschick, herstellbar.
Man nennt diesen Typ der Kaffeebereiter auch „Biggin“.

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