Großer Rehbachsee
Unterwegs im Odenwald. Diesmal führt mich der Weg an einen See, genannt „Großer Rehbachsee“.
Schönes Wetter und Zeit, so habe ich es gern.
Nach einiger Überlegung möchte ich an den Großen Rehbachsee fahren. Nicht zu verwechseln mit dem Rohrsee von Rehbach. Bei dem kleinen Ort gibt es gleich drei künstlich angelegte Seen.
Um an diesen zu gelangen, führt die Fahrt durch Rehbach auf der „Nibelungenstraße“ entlang. Diese nennt sich B 47 und ein Teilstück davon trägt diesen Namen.
Von Worms führt die Nibelungenstraße über 100 km bis nach Wertheim.
Ungefähr in der Mitte zwischen den Orten Rehbach und Steinbach liegt am Straßenrand der Große Rehbachsee.
Praktischerweise gibt es direkt davor eine Parkbucht.

Es ist kein Ausflugssee.
Mehr erinnert er an einen stillen großen Teich.
Ursprünglich ist meine Idee Vögel zu fotografieren, insbesondere Wasservögel. Doch außer einer fernen Stockente ist nichts los.
Also mache ich mit dem Stativ eine längere Belichtung.
Dann fällt mein Blick auf drei große Gesteinsbrocken.
Praktisch für das kleine Stativ als „Ständer“, aber weshalb liegen die hier?
Ein Hinweisschild gibt mir interessante Auskunft.
Vom Rennofen zum Hochofen
Ich erfahre interessante Details zur frühen Eisenproduktion hier im Odenwald.
Davon ist natürlich heute nicht mehr viel zu sehen, aber der Odenwald hatte sein eigenes kleines „Ruhrgebiet“. Lange bevor es diesen Begriff überhaupt gab.
In einem Rennofen wurde Eisenerz mit Holzkohle aufgeschichtet und mit eingeblasener Luft erhitzt. Hierdurch wurde Eisen und Schlacke gebildet.
Das Erzeugnis nannte man auch „Luppe“.
Ein künstlicher See also.
Bis ins 14. Jahrhundert nutzte man die Technik der Rennöfen. Ihnen folgten die ersten Hochöfen. Mit Blasebälgen gelang es die Temperaturen weiter zu erhöhen.
Um diese Blasebälge anzutreiben wurde der See hier einst angelegt.
Urkundlich belegt ist er und der zugehörige Hochofen seit 1578.
Hammerwerke verarbeiteten das erzeugte Eisen weiter.
Ebenfalls in der Gemarkung Michelstadt befindet sich das aus dem „Unteren Hammer“ hervorgegangene Industriezentrum.
Bei den großen „Steinbrocken“ handelt es sich in Wirklichkeit um Schlacken aus dieser Zeit.
Unmittelbar bei der Informationstafel sieht man noch einen kleinen Überlauf aus dem See.
Ein lehrreicher Ausflug, wieder etwas dazugelernt.
Über den früheren Bergbau im Odenwald habe ich vor einiger Zeit Erfahrungen gesammelt als ich zur Grube Georg gelaufen war.
Vielleicht erinnerst Du dich an diesen Artikel:https://alltagserinnerungen.de/grube-georg
Bleib interessiert.
Björn
- Natur im Blick - Februar 1, 2026
- Fix Handhobel. - Januar 25, 2026
- Am Teich im Sommer. - Januar 21, 2026













Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!