Osso Kaffeemaschine

Alte Fundstücke auf Alltagserinnerungen.de Jeden Tag verlöschen die Feuer der Erinnerung.Damit sie nicht unwiederbringlich verloren gehen halte ich sie am Leben.Heute: Osso Kaffeemaschine.

 

Osso Kaffeemaschine.

 

Alte Kaffeemaschinen sind bekanntermaßen eines meiner Lieblingsthemen.
In meinem Blog habe ich Dir bereits einige davon gezeigt.

 

Jetzt gehöre ich aber nicht zu den puren Sammlern dieses Themengebietes, also sammele ich nicht wahllos alles zusammen, was ich bekommen kann, um es zu zeigen. Sonst wäre es ein reiner Kaffee-Blog.

 

Aber im Laufe der Zeit ist einiges hier zusammengekommen.

 

Wundere Dich bitte nicht über den anderen Hintergrund der Fotos. Ich kann im Moment nicht richtig laufen, weshalb ich auf einen kleineren Ausweichplatz zum Fotografieren umsteigen muss.

 

Also alles gut.

 

Jetzt aber zum heutigen Fundstück.

 

 

Die Osso Kaffeemaschine.

 

Was auf den ersten Blick auch ein kleiner Teebereiter sein kann, ist eine Kaffeemaschine. Wobei ich nicht schreibe, Du kannst darin keinen Tee zubereiten.

 

Woher ich es so genau weiß? Ganz einfach, mir liegt ein Beiblatt hierzu vor.

 

Darin steht groß als Überschrift:

 

Osso Kaffeemaschine mit Siebeinsatz und Signalpfeipfe

 

Somit herrscht Klarheit.

 

Interessanterweise kann man die Kaffeemaschine auf einen elektrischen Antrieb umrüsten, falls das zugehörige elektrische Heizelement vorhanden ist.

 

Dieses schraubt man einfach an den Boden der Kaffeemaschine.

 

Hierzu gilt folgender Warnhinweis

 

Ist die Maschine schon mit Spirituslampe benutzt worden, so ist es dringend nötig den Ruß vom Boden der Maschine vollständig zu entfernen, da der Ruß eine Isolierschicht bildet und die Heizkraft beeinflußt. Der Heizkörper wird möglichst fest an den Boden der Maschine angeschraubt, und die Maschine ist gebrauchsfertig.

 

 

Mir liegt das elektrische Heizelement nicht vor.

 

Schauen wir uns die Osso Kaffeemaschine einmal genauer an.

 

Wir finden unten einen Rechaud, auf diesem wird die Kaffeemaschine aufgesetzt.
Beheizt wird mit einem kleinen Spiritusbrenner, welcher interessant gestaltet ist.

 

Mit dem kleinen Griff kannst Du den Deckel des Brenners anheben.

 

Die eigentliche Kaffeemaschine hat unten einen Auslasshahn, der Griff ist aus Bein gefertigt. Was auf ein höheres Alter schließen lässt.

 

Beide kleine Griffe an den Seiten sind isoliert, um Verbrennungen an den Fingern zu vermeiden. Im Deckel ist eine Signalpfeife untergebracht, welche anzeigt, wenn der Kaffee fertig ist und das Feuer gelöscht werden muss.

 

Im Inneren finden wir einen eingehängten Filter, ähnlich einem „Biggin“.
Deshalb könnte man sicherlich auch Tee darin zubereiten.

 

 

Gebrauchsanweisung der Osso Kaffeemaschine.

 

„Vor dem erstmaligen Gebrauch jede Maschine einige Male tüchtig, möglichst mit Kaffeesatz, auskochen. Man hebe den Deckel ab und nehme den Siebeinsatz aus der Maschine.

Die Maschine wird bis in die Mitte der oberen Prägung mit frischem Wasser gefüllt, der Siebeinsatz mit Kaffeemehl (1/2 Lot Kaffeebohnen und 1-2 Gramm Zusatz bei der ½ Liter Maschine, 1 Lot Kaffeebohnen und 2-3 Gramm Zusatz bei der 1 Liter Maschine, 1 ½ Lot Kaffeebohnen und 3-4 Gramm Zusatz bei der 1 1/12 Liter Maschine, 2 Lot Kaffeebohnen und 6 Gramm Zusatz bei der 2 Liter Maschine).

 

Der Siebeinsatz wird mit dem Inhalt langsam in die mit Wasser gefüllte Maschine gehängt. Nach ca. 10 bis 20 Minuten ertönt das Pfeifensignal, worauf die Beheizung sofort abzustellen ist.

 

Alsdann noch ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Kaffee nicht zu fein mahlen, sondern etwas körnig.“

 

Also ganz einfach, unser Fundstück ist die ½ Liter Variante.

 

 

Wer die Osso Kaffeemaschine hergestellt hat, kann ich nicht sagen.
Auch nicht, ob es sich um einen Modellnamen oder den Namen des Herstellers handelt.

 

Jedenfalls handelt es sich um ein sehr hübsches Modell in meinen Augen.
Lässt sich schön als Dekoration aufstellen – eventuell kannst Du es noch benutzten.

 

Ich habe es nicht getestet, ich bin ja kein großer Fan des Kaffeegenusses, wie Du sicher mittlerweile weißt.

 

Wann diese kleine Kaffeemaschine hergestellt worden ist, ist schwierig zu sagen.
Aufgrund der Ausgestaltung, der auf der Anleitung abgebildeten Stecker der elektrischen Version, sowie des Blattes schätze ich die Bauzeit auf um 1900 bis 1910 ein.

 

Solltest Du mehr hierzu sagen können, schreibe mir doch gerne dazu.
Ich ergänze den Artikel gerne um weitere Informationen.

 

Ich hoffe mein heutiges Fundstück hat Dir gefallen.

Mir jedenfalls gefällt es.

 

Jetzt mache ich mich wieder auf die Suche nach neuen „Leuchtfeuern“ eines vergangenen Alltags.

 

Bleib interessiert.

 

Björn

Björn
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