Das Skioptikon

Alte Fundstücke: Das Skioptikon. Ich bin auf der Suche nach den vergessenen Leuchtfeuern eines untergegangen Alltags. Alltagserinnerungen.

Nach viel Schnee und noch viel mehr Ausflüglern auf die umgebenden Berge hat es mittlerweile angefangen zu tauen.
Früher kam dann Hochwasser an der Bach im Dorf, heute liegt längst nicht mehr so viel Schnee – die Menschen bleiben vom Hochwasser weitgehend verschont.

Damals gab es noch kein Wasserrückhaltebecken, heute schon. Aber möglicherweise gibt es irgendwann wieder härtere Winter – allen Unkenrufen zum Trotz. 

Vor mir auf dem Tisch mein heutiges Fundstück, diesmal ist es etwas größer und auch wesentlich schwerer.

Auf den ersten Blick fällt schon auf, es muss sich um einen Projektor handeln. Eine Art Beamer aus vergangenen Tagen. 
Ich würde es auf die Zeit um 1920 tippen, bin mir aber nicht sicher. Allerdings wird für das Leuchtmittel bereits Strom genutzt.

Das Wort Skioptikon.

Scheint mir aus dem griechischen Sprachgebrauch zu stammen, schätze es hat etwas mit Schatten und Bildern oder einer Bilddarstellung zu tun. Sorry, aber mein griechisch ist leider nicht ausgeprägt, um nicht zu sagen, gar nicht vorhanden.

Die Funktion.

Man könnte es auch allgemein als Laterna Magica bezeichnen. Die Bezeichnungen sind hier fließend.

Es handelt sich um ein Projektionsgerät, diese sind seit ihrem Aufkommen im 17. Jahrhundert bis in das 20. Jahrhundert hinein weit verbreitet. Die Apparate fassen verschiedene optische Effekte in einem Gerät zusammen. 

In den Anfangsjahren zogen fahrende Künstler die Menschen auf den Jahrmärkten und Rummeln an, vielerorts war die Wirkung auf die Menschen beängstigend. 

Nun, in Zeiten als mein Fundstück aktiv war, sicher nicht mehr.

Wo man heute einen Beamer oder einen Overheadprojektor einsetzt, kamen früher solche Projektoren zum Einsatz.

Heute ist es ein schön anzusehendes Sammlungsobjekt. 

Soweit mein heutiges Fundstück: Das Skioptikon.

Ich mache mich jetzt wieder auf die Suche.

Bis dahin bleib gesund.

Björn

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