Herbst im Fürstenlager

Auerbach an der Bergstraße. Herbst im Fürstenlager. Ein Rundgang durch die herbstliche Sommerresidenz. Alltagserinnerungen unterwegs.

Neulich war ich im Fürstenlager unterwegs, ich wollte hoch hinaus und auf das Fürstenlager hinabsehen. Vielleicht erinnerst Du dich.

Wenn Du diesen Artikel verpasst hast, dann findest Du ihn hier.

Heute möchte ich eine ganz normale Wanderung durch das Fürstenlager machen. Mein Ziel ist diesmal genau der Hügel auf der Gegenseite wie im zuvor genannten Artikel.

Das Auto steht wie beim letzten Mal auf dem kleinen Parkplatz und ich laufe wieder durch den Haupteingang am kleinen Teich entlang. Das Fürstenlager ist immer wieder einen Besuch wert, egal zu welcher Jahreszeit.

Mit dem herbstlichen Laub ist es natürlich auch eine schöne und farbenfrohe Sache.

Das Fürstenlager.

Um 1790 begannen die Landgrafen und späteren Großherzöge von Hessen-Darmstadt und ihre Familien und Gäste hier die Sommerfrische zu verbringen. Verstehen kann ich es, ein schöner Flecken Erde.

Vielleicht spielte die Nähe zu Darmstadt und das milde Klima der Bergstraße eine Rolle.
Sicher aber auch die schöne Landschaft in diesem kleinen Tal. Von den Hügeln genießt man dazu eine schöne Aussicht auf die Umgebung.

Ich gehe auf der kleinen Allee durch das Ensemble der alten Gebäude.

Namen wie „Prinzenbau“ oder „Damenbau“ erinnern an die ehemaligen Nutzungsarten.

Mit dem herbstlichen Laub bietet das kleine „Dörfchen“, wie ich es nennen möchte, ein stimmungsvolles Bild.

Etwa gegenüber des Herrenhauses befindet sich das alte Wachhaus mit dem kleinen Uhrturm.

Weiter durch die herrliche Landschaft der Bergstraße.

Ich lasse die Gebäude hinter mir und laufe durch die Streuobstwiesen, welche den Weg durch das Tal begleiten.

Das Fehlen jeglichen Autoverkehrs macht die Runde besonders schön. Es herrscht eine himmlische Ruhe – nur unterbrochen von den Stimmen der Natur. Schön.

Langsam steigt der Weg an und ich gelange nach einer Weile auf eine Anhöhe und dort reicht der Blick weit über die umliegenden Weiden und den Odenwald. Aber schau es Dir in den Fotos selbst an.

Blick auf die Wachenburg und das Auerbacher Schloss.

Hier vom Hügel hat man schöne Ausblicke, ich habe es bereits erwähnt.

Am Horizont erahne ich die Wachenburg bei Weinheim im Nebel. Über den bewaldeten Hängen erkenne ich viel deutlicher den Turm des Auerbacher Schlosses. Vom Fürstenlager kann man durch die Wälder eine Wanderung dorthin unternehmen.

Ich habe das Auerbacher Schloss bereits besucht, wenn Du meinen Artikel versäumt hast, findest Du ihn hier.

Mein Weg geht auf der Höhe weiter.

Gerne lasse ich meine Blicke schweifen und die Landschaft ist wirklich schön. Immer wieder halte ich an, um mir kleine „Entdeckungen“ im Park anzusehen. Beispielsweise den Marienplatz.

Dieser erinnert an Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg geborene Prinzessin zu Battenberg (1852 bis 1923). Angeblich war hier einer der Lieblingsplätze der Fürstin. 

An der Ludewigslinde.

Bald komme ich an einen weiteren Aussichtspunkt an der Ludewigslinde. Nein, kein Schreibfehler.

Von hier habe ich einen schönen Ausblick in den Odenwald, auf einem Hinweisstein kann ich erkennen, wohin mein Blick schweift.

Unter mir liegen die Weinberge.

Vorbei am Freundschaftstempel.

Etwas unterhalb meines Weges erscheint der Freundschaftstempel. Von dort hat man eine schöne Sichtachse hinunter auf das Herrenhaus.

Gerne wird diese Location auch für Hochzeitsfotografien genutzt. Kann ich gut verstehen. 

Mich führt der Weg aber weiter, doch zuvor zeige ich Dir den Freundschaftstempel.

Nur unweit entfernt weitet sich mein Blick über die Bergstraße und die vorgelagerten Orte.

Weinberge, Wälder und mehr. Parkbänke laden zum Verweilen ein. Es ist gerade diese Kombination aus schönen Wanderwegen und toller Landschaft, die mich begeistert. Aber ich „entdecke“ auch gerne immer wieder etwas für mich bisher Unbekanntes im Park.

Der Mammutbaum.

Ist Dir auch der Mammutbaum aufgefallen?

Er gilt als der vermutlich älteste in Deutschland, vielleicht sogar auf dem ganzen europäischen Kontinent.
Der Riesenmammutbaum ist über 44 Meter hoch und hat einen Durchmesser von knapp unter 6 Meter an seiner dicksten Stelle.

Hierher kam er im Jahr 1852 als Geschenk des englischen Königshauses an die hessischen Landgrafen. 

Im Park findest Du noch weitere exotische Gewächse wie dunkel blühende Magnolien, aber auch Buschkastanien und Ginkgos.

Langsam komme ich ans Ende meines heutigen Ausflugs. Mit den folgenden Fotos verabschiede ich mich.

Irgendwann will ich wieder kommen und mich wieder auf die Suche nach der Grotte machen.

Bis dahin, bleib interessiert und gesund.

Björn

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