Die Leuchtfeuer verlöschen.

Die Leuchtfeuer verlöschen. Nicht alle und zum Glück nicht sofort, aber immer mehr und immer schneller verschwinden sie aus unserem Alltag.

Fällt es Dir auch auf? Unterwegs durch Deinen Ort oder Deine Heimatstadt?

Die Leuchtfeuer des vergangenen Alltags verlöschen. 

So manches alte Gebäude, welches noch in meiner Kindheit am Wegrand stand, ist mittlerweile einem modernen Neubau gewichen. Teilweise Häuser, in welchen Generationen lebten sind für immer verloren. Geht meist ganz schnell. 

Mit diesen Gebäuden verschwinden auch die Dachböden und die Hinterlassenschaften der Bewohner. Alte Keller und Scheunen, ideale Plätze also für das Überdauern von Alltagserinnerungen über Generationsgrenzen hinweg.

War es nicht so, was momentan nicht gebraucht wurde, wanderte in alten Zeiten in den Keller oder auf den Dachboden. Dort staubte es in einem vergessenen Winkel bis zur Wiederentdeckung.

Ach was waren das für Erlebnisse, in diesen alten Winkeln zu stöbern um „Schätze“ und „Erinnerungen“ zu heben.

Was war es für uns Kinder eine Freunde verschlossene Türen zu öffnen, in Scheunen zu stöbern oder im dunklen Keller unterwegs zu sein. Immer auf der Suche nach dem verschwundenen Schatz.

An der Bach gab es vieles zu finden, für den einen war es nur ein alter Teller, für uns Buben viel mehr.

Die Schätze wurden versteckt, möglicherweise harren sie noch heute dort im Versteck.

Manchmal denke ich, was geht den Kindern von heute und morgen alles verloren.

Die Mysterien verschwinden immer mehr, kleinste Kinder laufen mit Smartphones durch die Gegend und verlernen das Staunen und das Entdecken. Das Abenteuer verschwindet mit den vielfachen Möglichkeiten des weltweiten Netzwerks.

Anstatt mit staubigen Schuhen in den Hinterlassenschaften des vergessenen Alltags zu stöbern, wischt der Finger auf einem Display durch die Welt. 

Ich bin froh, dass ich so nicht aufgewachsen bin.

Vielleicht war die Welt damals nicht so perfekt und auch nicht gendergerecht, aber schön war es allemal.

Ich gehe weiter auf Abenteuer, um die Leuchtfeuer des vergessenen Alltags zu entdecken.

Hoffentlich Du auch.

Bis demnächst bleib interessiert und gesund,

ich grüße Dich.

Björn

Björn
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2 Kommentare
  1. Irmgard Dietrich sagte:

    Als Kind liebte ich es, mit auf den Dachboden zu dürfen.
    Allerdings gab es bei meinen Großeltern nicht allzu viel. Alles wurde benutzt, bis es aufgebraucht war. Nur die Pappschachtel mit dem Weihnachtszeug und eine Truhe mit Lappen. Und doch war es spannend. Meine Kinder und auch die Nichten fanden schon wesentlich mehr auf dem Dachboden.
    Und jetzt ist es für die Enkel das schönste, auf dem Dachboden kramen zu können.
    Heute wird „entrümpelt“ und „entsorgt“.
    Worte die mir nicht gefallen.

    Antworten
    • Björn sagte:

      Hallo Irmgard,

      bei uns gab es auch nicht viel zu entdecken, da wir in meiner Kindheit in ein frisch gebautes Haus eingezogen sind war der Dachboden kein großer Entdeckungsort. Heute sieht die Sache allerdings etwas anders aus – gerade bei mir als Sammler alter Erinnerungsstücke 😉

      Schöne Grüße und schöne Weihnachten
      Björn

      Antworten

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