Burg Freudenberg.

Alltagserinnerungen unterwegs zu Burgen und Ruinen. Heute besuchen wir Burg Freudenberg am Main.

Mein Ziel liegt heute am Main. Schon oft habe ich bei Ausflugsfahrten mit dem Fahrgastschiff von Miltenberg aus kommend die Ruine der Burg Freudenberg über dem gleichlautenden Ort bestaunt.

Heute drehen die meisten Schiffe bereits vorher ab, somit kommt man gar nicht erst zu diesem Vergnügen.

Sei es drum, mein Ziel ist Freudenberg am Main, welches ca. 8 km von Miltenberg entfernt ist.

Wenn Engel reisen, lacht bekanntlich der Himmel, so scheint auch heute die Sonne. Da macht die schöne Fahrt durch den Odenwald und am Main entlang umso mehr Freude.

Nachdem ich die Berge überwunden habe liegt der Main vor und neben mir und ich durchfahre das immer sehr gut besuchte Miltenberg.

Falls Du noch nie hier warst, es lohnt sich, eine wirklich sehr schöne Gegend.

Ankunft in Freudenberg am Main.

Die ersten Gebäude von meinem Zielort liegen an der Seite und am Hang entlang, ich erkenne erste Ruinenreste.

Mein erster Gedanke „ganz schön hoch“. Aber zunächst heißt es, das Auto auf einem der zahlreichen Parkplätze direkt am Mainufer abzustellen. Puh, ist heute eine Hitze, aber ich merke gleich, es ist schön hier – sehr schön.

Also Wanderschuhe an und Kamera ins Gepäck, schon kann das „Abenteuer“ beginnen.

Der Steig hinauf zur Burg ist gut ausgezeichnet und die Altstadt schnell durchquert.

Schon geht es aufwärts, dann beginnen die Treppen.  

Viele Treppen, sogar sehr viele. Mehr als 500 Stufen führt mich der Weg den Berg hinauf zur Ruine.

Bei der Hitze ist hier nicht viel los, die meisten bleiben heute am Mainufer. Hätte ich vielleicht auch tun sollen, aber mich lockt das „Mittelalter“.

Dann erreiche ich die ersten Mauerreste von Burg Freudenberg.

Zwei Hasen rasten auf dem Weg zur Burg.

Von dieser Stelle hast Du einen schönen Ausblick hinab auf Freudenberg und den Main.

Doch mein Weg führt mich in die Anlage der Burg hinein.

Burg Freudenberg wurde um das Jahr 1197 unter dem Würzburger Bischof Konrad I. begonnen. Scheinbar wurde die Burg erst nach 1200 fertiggestellt, denn seit mindestens 1235 bestand auch die gleichnamige Siedlung.

Im Lauf des 13. Jahrhunderts wechselten die Lehensnehmer, darunter ein Ritter namens Markward und die Herren von Wertheim.

Am Tor Treffe ich zwei Hasen, sie rasten und genießen den herrlichen Ausblick. 

Dem schließe ich mich an und habe nun eine Reihe Fotos für dich im Gepäck.

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts kam es zu reger Bautätigkeit.

So bekam der Bergfried eine Erhöhung, ein weiterer Wohnbau wurde errichtet und die Ringmauer weiter erhöht.

Die Blüte der Burg hielt bis zum Aussterben der Grafen von Wertheim im Jahr 1556 an. Dann ging es abwärts und bald setzte der Verfall ein. Scheinbar gab es keine weiteren Nutzungen, erst in der Neuzeit wurden Restaurierungen vorgenommen.

Mittlerweile ist die Ruine auch ein Schauplatz von Festspielen. Leider verbauen die wohl immer stehenden Tribünen den Blick auf Teile der Ruine. Man kann nicht alles haben.

Wirklich sehr eindrucksvoll und überraschend groß von der Fläche.

Insgesamt gefällt mir die Anlage sehr gut, auch der Ausblick hinunter auf den Main ist sehr schön.

Hierfür bietet sich auch der Turm mit der Hexe obenauf an.

Während ich den Aufenthalt genieße, fällt mein Fazit also positiv aus. Ich kann Dir einen Besuch nur empfehlen. Mein Weg führt nun ein paar Hundert Treppenstufen hinab.

Ich hoffe unser kleiner Ausflug hat Dir gefallen, ein paar Eindrücke von Freudenberg bringe ich Dir ein anderes Mal mit.

Bis dahin bleib interessiert.

BeschreibungBurg, Ruine
KoordinatenGoogle Maps
EintrittNein
ParkplatzJa
GastronomieJa im Ort
 KommentarSchöner Blick auf den Main
Die 3 Ourewäller
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3 Kommentare

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  1. […] meinem Artikel über die Burg Freudenberg vom 7. November (findest Du hier) hast Du den Ort mit seinen knapp 3.700 Einwohnern schon von Oben gesehen. Heute möchte ich Dir […]

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