Der Schirmmacher

In den letzten Tagen fällt er ja wieder häufiger, der Regen.

Es kann erfreuen, muss es aber nicht – das kann jeder von Euch halten, wie er möchte.

Jedenfalls greifen wir an solchen Tagen häufiger zum Schirm.

Da hat sicher jeder von Euch mehrere in seinem Besitz.

Man hat sie einfach und denkt sich nicht mehr viel dabei, mir kam heute der Gedanke an die einstigen Hersteller dieser Objekte – den Schirmmacher.

Ein Schirmmacher stellt Schirme her, wobei der Berufszweig mittlerweile fast dem Aussterben geweiht ist. Schirme werden heute in Fabriken für den Massenmarkt hergestellt, was allerdings nicht immer so war.
„Umbellarius“ oder „Parapluiemacher“ wurden sie auch genannt, die Schirmmacher und Schirmflicker gab es auch noch – ein Wort, was man ab und an noch hören kann, wenn auch nicht mehr im Zusammenhang mit der eigentlichen Tätigkeit.

Die ersten Schirme kennt man schon in der Zeit der ägyptischen Pharaonen, damals jedoch noch Sonnenschirme. In frühen Zeiten waren diese Schirme den höheren Gesellschaftskreisen, wie dem Adel, vorbehalten. Ein Schirm war teuer.

Zunächst im südlichen Europa, gelangten die Schirme als Regenschutz sich im Laufe des 18. Jahrhunderts schließlich in England durch. Nach und nach gelangte er auch nach Mitteleuropa.

Im Biedermeier war die Nachfrage schließlich so groß, dass die Fertigung industriell erfolgte und dies war gleichzeitig der Anfang vom Ende der Schirmmacher.

Wobei es sie auch heute noch gibt, diese seltene Spezies.

In Deutschland konnte man noch bis 1998 das Handwerk des Schirmmachers erlernen, drei Jahre dauerte so eine Ausbildung. Heute kann man also kein ausgebildeter Schirmmacher mehr in Deutschland werden – Schade eigentlich, nicht wahr?

Deshalb ist mein heutiges Wort der Schirmmacher.

Liebe Grüße und hoffentlich wenig Notwendigkeit denselbigen einzusetzen 😉

Björn
Letzte Artikel von Björn (Alle anzeigen)
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.