Die Amisette

Wir schreiben das Jahr 1945, halb Europa liegt unter den Trümmern eines schrecklichen Krieges begraben. Endlich Frieden, zumindest für Europa.
Ziemlich schnell teilten die Alliierten Deutschland unter sich auf und es gab vier Zonen. Drei im „Westen“ und die „Ostzone“ – auch so ein Wort, aber darüber geht es heute natürlich nicht.

Man sagte ja zu den drei Westzonen auch „Trizonesien“.

Aber zurück zum Thema.

Meine Heimat lag in der amerikanischen Zone, noch in meiner Jugend, viele Jahrzehnte später, gab es bei uns viele Kasernen. Da waren sie dann, die jungen amerikanischen Soldaten – die „G.I.“s.

G.I. woher kommt das eigentlich?

Die Abkürzung geht zurück in die Zeitspanne zwischen 1915 und 1920. Man vermutet, die damals verwendeten Metallmülleimer waren der eigentliche Grund. Auf diesen war damals „GI“ aufgedruckt, was für „galvanized iron“ – sprich „galvanisiertes Eisen“ stand.
Es gibt aber auch noch die Version, es beziehe sich auf „Government Issue“ , was so etwa bedeutet „ausgegeben von der Regierung“.
Eigentlich auch egal, jedenfalls bezieht sich heute „G.I.“ für eine oder eine amerikanischen Soldaten/in.

Im Ersten Weltkrieg nannte man die amerikanischen Infanteristen noch „Doughboys“ – aber dies nur als Zusatzinformation.
Zurück zu unserem heutigen Wort.

Amisette.

Hört sich an wie ein Produkt aus den 1950er Jahren.

So mancher junge G.I. fühlte sich zu den deutschen „Fräuleins“ hingezogen und natürlich auch umgekehrt. Eben jene jungen Damen, welche mit einem Boy aus dem fernen Land unterwegs waren, betitelte man in dieser Zeit gerne mit dem Begriff „Amisette“.

Woher der Begriff stammt und wer diesen eingeführt hat?

Da bin ich leider überfragt.

Kannst Du es mir sagen?

Björn
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