Eiche in Airlenbach

Unterwegs im Odenwald. Lass Dir erzählen von der Eiche in Airlenbach. Was es damit auf sich hat? Lies gleich weiter.

Eigentlich wollte ich heute ein Fundstück veröffentlichen. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, die Fotos zu machen. So wartet das schöne Stück noch auf seine Vorstellung. Aber das Warten lohnt sich versprochen.

Also erzähle ich Dir von der Eiche in Airlenbach.

Unterwegs im Odenwald kam ich neulich wieder an Airlenbach vorbei. Der kleine Ort hat gerade etwas mehr als 300 EinwohnerInnen und gehört zur Stadt Oberzent. Dabei handelt es sich um die drittgrößte Stadt in Hessen, vorausgesetzt Du gehst nur nach der Fläche des Stadtgebietes.

Der kleine Ort Airlenbach wurde 1366 erstmalig erwähnt und außer ein paar Fachwerkbauten gibt es nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten im Ort. Wenn da nicht die Eiche von Airlenbach wäre.

Aber der Reihe nach.

Von der Eiche ist nicht viel mehr als ein Stamm übrig.

Ich war vor ein paar Jahren schon einmal hier und war fasziniert von diesem mächtigen Baum. 

Über das Alter gibt es verschiedene Schätzungen. So geht man weitgehend von 800 bis 1000 Jahren aus, während das „Deutsche Baumarchiv“ das Alter auf 300 bis 400 Jahre einschätzt. 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Eiche noch im vollen Saft und über dreißig Meter hoch bei mehr als sieben Meter Stammumfang. Diese Zeiten sind lange vorbei, heute ist nur noch ein Rest vom Stamm zu sehen.

Der letzte lebende Ast wurde bereits im Dezember des Jahres 2012 entfernt, seither ist die Eiche eine Art Baumreliquie.

Eigentlich sollte die Eiche schon 1890, also mehr als hundert Jahre früher einer Straße weichen. Glücklicherweise hat man sich damals umentschieden. 

Heute wird der verbliebene Stammrest von einem Stahlseil zusammengehalten. Um den Baum ist ein Balkon angebracht mit Blumenschmuck und ein Dach gibt es auch. So sollen wenigstens die verblichenen Überreste noch eine Zeit lang erhalten bleiben.

Direkt hinter dem Baumdenkmal befindet sich eine kleine Gedenkstätte an Gefallene der vergangenen Kriege.
Ich hätte den Baum gerne in voller Pracht bestaunt, aber wenigstens kann man in der jetzigen Form noch die einstige Mächtigkeit erahnen.

Vielleicht komme ich eines Tages wieder vorbei und sehe nach was aus den Resten geworden ist.

Bis dahin komm mir gut durch den Herbst.
Hoffentlich habe ich nächstes Mal mein Fundstück im Gepäck.

Sei gegrüßt, Björn

Die 3 Ourewäller
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