Fischerhütte Darmstadt

Darmstadt. Wanderung zu Fischerhütte und der Darmbachquelle. Von Fischen, mutigen Jungen und der Quelle des Darmbach.

Fast schon Sommer, so kommt es mir in den Sinn. In den letzten Wochen stiegen die Temperaturen vereinzelt in Richtung 30 Grad Marke – Wahnsinn. Aber ich will mich nicht beschweren, die wohlige Wärme gefällt mir besser als wechselhaftes und kühles Wetter. Für meine Ausflüge in die heimische Natur allemal besser.

Genug vom Wetter, an so einem Wochenende überlege ich mir, was könnte ich unternehmen. Diesmal habe ich mir eine Wanderung zur Fischerhütte bei Darmstadt vorgenommen.

Da wollte ich schon lange einmal hin, bisher hat es nie geklappt. Jetzt aber – also schnüre ich die Wanderschuhe und schnappe mir meine Kamera. 

Zunächst geht es mit dem Auto in die Stadt, während das Auto auf einem Parkplatz in der Nähe des Vivarium – des städtischen Zoo von Darmstadt – ruht, beginnt meine Wanderung in Richtung Fischerhütte.

Mein Weg startet am Vivarium.

Am Vivarium vorbei führt mich mein Weg den Schnampelweg entlang. Ein komischer Name, wenn Du mir erzählen kannst woher der kommt, schreib mir in die Kommentare.

Es sind nur wenige Schritte, unter einem grafisch verzierten Tunnel hindurch und schon laufe ich im Wald.

Der Weg ist schön breit und bequem, Steigungen gibt es keine. Auch ganz nett. So laufe ich durch den Wald, rechts plätschert der Darmbach in Richtung Stadt.

Am Waldweg gibt es genügend Ruheplätze und so macht der Weg mir richtig Freude.

Vorbei an der Jonathan-Heimes Eiche.

Am Wegrand bleibe ich an der Jonathan „Johnny“ Heimes Eiche stehen.

Johnny war ein großer Fan des SV Darmstadt 98 und ein richtig mutiger Junge.

Trotz seiner schweren Krankheit unterstützte er den Aufstieg der „Lilien“ durch die Veräußerung von „Motivationsarmbändchen“. Die Einnahmen gingen an den Förderverein der Kinderkrebsklinik am Frankfurter Uniklinikum.

Für mich ist er untrennbar mit dem SV Darmstadt und dem sensationellen Aufstieg in die 1. Liga im Jahr 2014 verbunden.

Johnny erlag seiner schweren Krankheit im Jahr 2016 und in der kommenden Saison trug das Stadion der „Lilien“ seinen Namen.

Ein großer Mensch.

Nachdenklich gehe ich weiter und bald sehe ich durch den Wald den ersten Teich – mein erstes Ziel kommt näher.

Die Fischerhütte.

Vor mir liegt sie also, die Fischerhütte. 

Ein richtig idyllisches Plätzchen und die Fischteiche mitten im Wald. Hat was. Als kleiner Björn nahm mich mein Opa an schönen Sonntagen an ein ähnliches Areal im Odenwald mit. Es gab dann eine Bluna und paar Salzstangen und ich staunte über die Forellen.

Bei uns gab es in der Umgebung sehr oft Bluna, denn es gab in der Nähe eine Abfüllfabrik.

Heute gibt es für mich allerdings keine Naschereien, ich genehmige mir ein schönes Schnitzel – zum Wohl.

Auf zur Darmbachquelle.

Jetzt bin ich frisch gestärkt und es zieht mich weiter. Ich möchte mir die Darmbachquelle ansehen. 

Dafür setze ich meinen Weg in den Stadtwald hinter der Fischerhütte fort. Der Weg zur Quelle ist gut ausgeschildert.

Schön spiegeln sich Bäume im Sonnenlicht in den kleinen Teichen.

An der Darmbachquelle.

Wieder ein kleiner See (mit dem Namen Oberjägermeisterteich) und ich stehe an meinem Ziel, die Darmbachquelle.

Hier entspring er also, der Darmbach. Dieser kleine Fluß, welcher der Stadt Darmstadt seinen Namen gegeben hat. Obwohl, hat er es wirklich?

Die Quelle entspringt hier nicht auf dem Stadtgebiet von Darmstadt sondern in der Gemarkung von Ober-Ramstadt.  Der kleine Darmbach ist das größte fließende Gewässer der Stadt Darmstadt, die nicht an einem Fluß liegt. Ausnahme ist die Modau, welchen den Stadtteil Eberstadt berührt.

Kaum zu glauben, viel Wasser kommt nicht gerade aus der Quelle. Aber es gibt wohl noch weitere Quellen, die dieses kleine Gewässer speisen.

In Darmstadt ist der Darmbach größtenteils unter der Erde, sehen kannst Du ihn im Botanischen Garten und natürlich hier. Doch er fließt immerhin über 56 Kilometer weit, dann mündet er (allerdings unter anderem Namen) in den Rhein.

Und was ist jetzt mit dem Namen Darmstadt?

Ach ja, der Name.

Man könnte ja denken der Name leitet sich tatsächlich vom Darmbach her. Aber während die Stadt bereits im 11. Jahrhundert so hieß, soll der kleine Bach damals noch einen anderen Namen getragen haben.

So genau ist es nicht geklärt, wie der Name der Stadt entstanden ist.

Beliebteste Deutung ist, der Name gehe auf eine befestigte Siedlung eines königlichen Wildhübners mit Namen Darimund zurück.

Damit mache ich mich wieder auf den Weg zurück. Dieser führt mich auf dem gleichen Weg in Richtung Vivarium durch den Wald am Darmbach entlang.

Vorbei an der Tafel mit dem Abendlied des Dichters Mathias Claudius. Angeblich weilte dieser im Jahr 1776 in Darmstadt und wurde durch diese Gegend für sein „…der Mond ist aufgegangen…“ inspiriert.

Vorstellen kann ich es mir. 

Ich lasse Dich jetzt mit den Gedanken alleine. Vielleicht lesen wir uns demnächst wieder, wäre schön.

Bis dahin, bleib interessiert,
ich grüße Dich

Björn

 


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