Freilandmuseum Gottersdorf

Gottersdorf/Odenwald. Unterwegs im Freilandmuseum Gottersdorf. Ein entspannter Ausflug in die Vergangenheit. Mit wissenswerten Details und vielen Fotos.

Ich erinnere mich an die Schule.
Damals wurde ein Schulausflug zur Saalburg und in das Freilichtmuseum „Hessenpark“ angekündigt. Es gab einige Albereien in der Klasse, als ich die Hand hob. Der Lehrer mahnte, wenn es keine richtige Frage sei, gäbe es eine „Strafarbeit“.

Ich jedoch blieb dabei – meine Frage lautete „was ist ein Freilichtmuseum?“ – die Strafarbeit blieb aus.

Björn

Diese kleine Anekdote zur Einführung muss sein. Ich werde es nie vergessen. Es war die erste Begegnung mit dem Begriff „Freilichtmuseum“ für mich gewesen. Damals ging es um den „Hessenpark“, dieser ist diesmal nicht mein Ziel sein.

Mein Ziel ist Gottersdorf.

Von diesem Ausflug möchte ich Dir heute berichten.

Die Fahrt nach Gottersdorf.

Mein Ziel liegt im bayerischen Teil des Odenwalds.

Es gibt den großen hessischen Odenwald, den bayerischen und den badischen Odenwald.

Björn

Also führte mich die Reise vorbei an den schönen Orten Michelstadt, Erbach und Amorbach. Alle hatte ich bereits besucht und auch teilweise im Blog vorgestellt. Diese Orte besuche ich immer wieder gerne.

Auf dem Weg nach Walldürn bog die Straße links den Berg hinauf in Richtung des kleinen Ortes Gottersdorf.

Es dauerte nicht lange und ich war angekommen. Mein Auto parkte ich auf einem großen und kostenfreien Parkplatz und die Reise in die Vergangenheit konnte losgehen.

Willkommen im Odenwälder Freilandmuseum Gottersdorf.

Ich war schon einmal in Gottersdorf und es hatte mir so gut gefallen, da musste ich einfach nochmal hin.

Björn

Der kleine Ort Gottersdorf ist idyllisch gelegen, man sollte ihn als Denkmal schützen.

Entlang eines kleinen Sees führen mich meine Schritte schnurstracks zum Museumseingang. Nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt.

Über dem kleinen See schwirren zahlreiche Mauersegler umher. Immer wieder stürzten sie sich herab auf der Jagd nach Insekten. Die Ruhe, welche vor Ort herrscht, kann ich Dir leider nur mit Worten beschreiben.

Aber ich will ja in das Freilandmuseum. Als weiter zur kleinen Kasse. Schnell den vernünftigen Eintritt entrichtet und ich betrete die Welt von vorgestern.

Im Freilandmuseum Gottersdorf.

Solch ein Freilandmuseum versucht der Realität möglichst nahe zu kommen. Und hier in Gottersdorf ist das wirklich gut gelungen. Es schaut aus, also ob die Bewohner gerade kurz das Haus verlassen haben.

Björn

Unmittelbar hinter dem Eingangsbereich treffe ich schon die erste Gebäudegruppe. Es ist der Odenwald-Bereich im Museum, welcher am besten ausgebaut ist.

Ich steige die alte Treppe hinauf in das erste Haus. Es stammt aus dem Jahr 1719 und kurz darauf stehe ich im ersten Stock in einer historischen Gaststube, diese hat an ausgewählten Tagen noch immer geöffnet. Leider zum Besuchszeitpunkt nicht. Macht aber nichts, ich bin ja nicht zum Schlemmen hier.

Nahezu alle Teile der alten Gebäude sind zugänglich und überall gibt es etwas zu entdecken.

Genau richtig für Björns, gelle.

Nachfolgend findest Du eine Galerie mit vielen Impressionen aus den Gebäuden. Klicke diese an, um besser die Fotos zu sehen.

Eine Reise in die Vergangenheit.

Bei solchen Ausflügen geht mir immer wieder das Herz auf. Ich liebe diese alten Sachen.

Björn

Die Häuser wollen erlaufen werden und in jeder Stube oder auch in jeder Ecke gibt es etwas für mich zu entdecken. Immer wieder andere Eindrücke stellen sich ein. Leider ist es an manchen Orten etwas zu dunkel für die Kamera, die Folge ist Bildrauschen – Du wirst es an den Fotos sehen. 

In den Stuben und Scheunen kannst Du richtig die Zeit vergessen, aber für mich wird es Zeit für die nächsten Gebäude. Diese stehen etwas weiter entfernt, der Weg führt durch eine schöne Landschaft und die Gebäude liegen ruhig in der mittäglichen Sommersonne.

Fast könnte man der meinen, es handele sich um kleine Ortsteile eines bäuerlichen Dorfes.

Einblicke in die Historie.

Schon erstaunlich, aber alle Gebäude waren vorher an anderer Stelle „sesshaft“. Mühsam wurden sie abgebaut und hier wieder aufgebaut. Eine ganz erstaunliche Leistung. Somit sind die Fachwerkhäuser quasi die Urväter der heutigen Fertighäuser.

Jedes Mal wurden, wenn möglich, die Historie der Häuser und ihrer Bewohner bis ins Detail dokumentiert.

So wurde das bäuerliche Anwesen auf dem oben stehenden Foto im Jahr 1798 erbaut. 

Interessanterweise war in einem Teil der Stube von 1919 bis 1932 eine Postagentur untergebracht. Dieses wurde in der Darstellung berücksichtigt.

Früher gab es viele dieser kleinen bäuerlichen Anwesen, leider sind sie heute in den Orten des Odenwald eher selten zu finden. Meist mussten die schmucken Fachwerkhäuser neuen Bauformen weichen. Schade eigentlich.

Am Haus war früher ein Backofen angebaut, dieser war jedoch zerstört worden. Durch einen glücklichen Zufall gelang es, ein baugleiches Modell zu finden und diesen hier einzubauen. Dies verdeutlicht vielleicht den Aufwand, den man für die Rekonstruktion betreibt.

Machen wir eine kleine Pause.

Damit der Artikel nicht zu lange und die Fotos nicht zu viel werden, machen wir nun eine Pause.
Haben wir uns für dieses Mal verdient. Aber keine Sorge, ich zeige Dir noch weitere Fotos.

Bis dahin, bleib interessiert

Björn
BeschreibungFreilichtmuseum
KoordinatenGoogle Maps
EintrittJa
ParkplatzJa
GastronomieNein, nur an bestimmten Tagen
 KommentarNicht die Häuser im Ort vergessen
LinkFreilandmuseum Gottersdorf (Offizielle Seite)
Björn
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2 Kommentare
  1. Traudi sagte:

    Lieber Björn,
    ich lasse mich immer wieder gerne in die Zeit von vorgestern zurückversetzen. Deshalb besucht ich auch gerne Museumsdörfer. Deine Bilder zeigen viel Nostalgie.
    Liebe Grüße
    Traudi

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