Rund um das Erbacher Schloss.

Erbach im Odenwald. Rund um das Erbacher Schloss. Ein Besuch der Altstadt von Erbach und ein Fotorundgang um das sehenswerte Schloss. alltagserinnerungen on tour.

Vor einiger Zeit, in meinem untergegangenen content, habe ich bereits von Erbach und seinem Schloss erzählt. 

Da mein damaliger Artikel längst in Vergessenheit gefallen ist, was liegt näher, als Dir meine neuen Fotos zu zeigen und etwas über Erbach zu erzählen.

Eben. Also ab nach Erbach.

Rund um das Erbacher Schloss.

Mein Auto stelle ich am Schwimmbad ab, Parkplätze gibt es genug und alle kostenfrei. So lobe ich es mir.

Von hier ist es gar nicht weit bis in die Altstadt und zum Schloss Erbach. Also gemütlich geschlendert, entlang von allerlei Schaufenstern und nach kurzer Zeit stehe ich in der Erbacher Altstadt.

Apropos Erbach.

Erbach im Odenwald.

Die Kreisstadt des südhessischen Odenwaldkreis ist Heimat von über 13.000 Einwohnern und mit dem benachbarten Michelstadt mittlerweile eng verwachsen. Gemeinsam bilden diese beiden Städte das Zentrum des Odenwaldkreises.

Erstmalig erwähnt wird der Ort bereits im Jahr 1095 im Lorscher Codex als „Ertbach“ – was vielleicht in Zusammenhang mit dem Erdbach steht, welcher im nahe gelegenen Dorf Erbach im Erdreich verschwindet.

Vielleicht schaue ich mir diesen „Erdbach-Verschlupf“ einmal persönlich an. Bisher war ich noch nicht dort.

Mit der damaligen Erwähnung war sicher das heutige „Dorf-Erbach“ gemeint, den dort fließt der kleine Bach.

Dorf und Stadt Erbach.

Bis zur Erbauung der Burg Erbach und der damit einhergehenden kleinen Stadtsiedlung nannte sich der Ort nur „Erbach“, damit man die beiden kleinen Siedlungen unterscheiden konnte, hießt er im 14. Jahrhundert „Dorf-Erbach“.

1972 wurde der Ort zur Stadt Erbach eingemeindet. So liegt heute die Stadt Erbach direkt neben dem Stadtteil Dorf-Erbach. Auch nett.

Der Städel.

Etwas nördlich vom Schloss Erbach befindet sich der Städel, der Kern der ehemaligen Altstadt.

Bereits im 14. Jahrhundert können hier Höfe von Burgmannen der ehemaligen Wasserburg an der Mümling nachgewiesen werden.

Wirklich schöne Fachwerkbauten sind hier zu finden, aber auch die Stadtkirche ist sehenswert.

Die Stadtkirche von Erbach.

Errichtet wurde sie bereits ab 1370 nach einer Stiftung des Schenken Eberhard VIII. von Erbach und seiner Gattin. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie zu klein und die Weihung der heutigen Kirche erfolgte an gleicher Stelle am 12. Juli 1750.

Der fast fünfzig Meter hohe Kirchturm besitzt eine Besonderheit. 

So schaut der Bereich um die Turmuhr zwar aus wie Stein, ist aber aus Holz ausgeführt.

Im Inneren finde ich eine Querkirche vor, sieht man hier selten im Odenwald. Meist haben die Kirchen ja ein lang gezogenes Inneres zum Altar hin.

Hinein passen 1.400 Personen, schaut gar nicht so aus, aber hier täuschen wohl die Emporen etwas.

Unweit der Stadtkirche gelange ich durch einen Durchgang zum Marktplatz von Erbach und stehe direkt vor dem Schloss.

Das Erbacher Schloss.

Ich stehe vor dem hoch aufragenden Schloss, welches mir eine Steinfassade vorgaukelt. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Blechfassade.

Sachen gibt es.

Ursprünglich stand hier eine Wasserburg, welche im 12. Jahrhundert errichtet wurde – ältester sichtbarer Teil ist der Bergfried, den ich heute noch vorfinde.

Diese erste Burg stand wohl auf einer Mümlinginsel, Bauherren waren aktuellen Vermutungen nach der Schenk Eberhard I. von Erbach.

In den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhundert wurde die damalige Burg in ein Renaissanceschloss umgebaut. Dieses ruhte auf Tausenden von Eichenpfählen (man schätzt 10.000 bis 20.000 Stück), welche in die Erde gerammt wurden.

Die Grundmauern erreichen über 1,80 Meter Dicke. 

Umbau im Sinne des Barock.

Auf Veranlassung von Graf Georg Wilhelm zu Erbach-Erbach wurde ab 1736 auf den Grundmauern eine barocke Anlage errichtet – allerdings ist davon nur der Mittelbau (einer dreiflügelig geplanten Anlage) verwirklicht.

So wie das Schloss heute ausschaut, geht zurück auf die letzten Umbauten um 1902. Die Fassaden sind größtenteils aus Blech und Holz erbaut.

 

Schlossmuseum und Deutsches Elfenbeinmuseum.

Auch im Inneren lohnt das Schloss einen Besuch, sehenswert ist unter anderem der Rittersaal und auch das Deutsche Elfenbeinmuseum kann ich nur empfehlen.

Die vielen originalen Ritterrüstungen der gräflichen Sammlungen sind auch für Kinder und junge Abenteurer eine Attraktion.

Leider wurden ja die Museen in „Corona“-Zeiten allesamt geschlossen. Ein Besuch ist mir also nicht möglich. 

Glücklicherweise habe ich die Schausammlungen bereits besucht.

Wenn Du kannst, sehe diese Dir unbedingt an – es lohnt sich.

Ich umrunde noch das Schloss und begebe mich dann an der Mümling entlang, wieder zurück zum Auto.

Solche Ausflüge mag ich einfach.

Bis zum nächsten Mal,
bleib interessiert und gesund,
ich grüße Dich

Björn

BeschreibungAltstadt und Schloss
KoordinatenGoogle Maps
EintrittNein; Museum ja
ParkplatzJa
GastronomieJa, im Ort
 KommentarSchlossmuseum und Deutsches Elfenbeinmuseum besuchen
LinkGräfliche Sammlungen Schloss Erbach
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