Schloss Schönberg

Schönberg im Odenwald. Besuch auf Schloss Schönberg. Eindrücke vor Ort, ein Abriss über die Geschichte und viele Fotos. Ob sich ein Besuch lohnt? Finden wir es zusammen heraus.

Ein bewölkter Himmel und immer noch „Corona“-Zeit, das schränkte die Ausflugsziele etwas ein. Aber auf Schloss Schönberg wollte ich schon lange. 

Bisher war ich nie dazu gekommen, man kann das Schloss nicht besichtigen, deshalb hatte ich es mir immer aufgeschoben.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Richtig, also geht es diesmal nach Schönberg.

Hier heißt es aufgepasst, den Ort Schönberg gibt es in Deutschland mehrfach. Mein Ziel ist der Stadtteil von Bensheim mit seinen weniger als 1.000 Einwohnern.

Ich bin also unterwegs zur Bergstrasse.

Und nicht allzu lange und ich erreiche Schönberg und mein Blick fällt gleich in Richtung Schloss. Es liegt prominent über dem kleinen Ort.

Ankunft in Schönberg.

Wo bitte geht es zum Schloss?

Schönberg liegt eingeengt zwischen zwei Bergen und die Hauptstraße führt direkt in Richtung Bensheim.

Das Schloss kannst Du von der Straße bereits sehen, aber leider keinen Hinweis auf einen Naturparkplatz. 

Also erst einmal auf gut Glück abbiegen. Ich fahre den Berg hinauf und gelange ein paar Meter höher auf einen Parkplatz vor dem örtlichen Friedhof. Mein Gefühl hat mich nicht getrogen, wo ein Friedhof, da auch ein Parkplatz für die BesucherInnen.

Gut so.

Es gibt dort sogar eine Hinweistafel mit Karte, aber viel hilft die mir nicht weiter. Also laufe ich einfach drauf los. Nach ein paar Metern stoße ich auf eine kleine Anlage mit Hinweistafeln.

Diese erinnert an Alexander von Battenberg.

Alexander von Battenberg auch bekannt als Alexander I. lebte von 1857 bis 1893.

Der zweite Sohn des Prinzen Alexander von Hessen-Darmstadt und der Gräfin Julia von Hauke führte bis 1889 den Titel eines Prinzen von Battenberg.

Von 1879 bis 1886 war er der gewählte Fürst von Bulgarien.

Alexander I. war der Bruder der Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg, deshalb wohl diese Gedenkstätte.

Nur wenige Schritte weiter erreiche ich eine alte Kastanie und von dort bietet sich ein schöner Ausblick über den Ort Schönberg und hinüber zum Schloss.

Vorbei an einem sehr schmalen Kirchturm, entlang einer Mauer direkt hinauf Richtung Schloss Schönberg.


Schloss Schönberg.

Da liegt es also vor mir, Schloss Schönberg. 

Vor dem Schloss zeugen ein Toilettenhäuschen und zahlreiche Container von einer regen Renovierungstätigkeit. Vielleicht auch nur von den Vorbereitungen dazu. Ein schönes Gebäude, ist mein erster Eindruck. Die bemalten Rahmen um die Fenster sind sicherlich in späteren Jahren ergänzt worden, ansonsten ein schönes Bauwerk.

Eine Besichtigung ist leider nicht möglich, auch der Innenhof ist mir nicht zugänglich.

Aber ein wenig drum herum kann ich noch gehen. Hey, deshalb bin ich ja extra gekommen.



Historie von Schloss Schönberg.

Warum steht hier so ein Schloss und wer hat es erbaut?
Machen wir eine kleine Zeitreise in die Historie von Schloss Schönberg.

Erstmalig erwähnt wurde die frühere Burg im Jahr 1303. Diese mittelalterliche Anlage wurde wohl errichtet um die unterhalb verlaufenden Wege zu kontrollieren.

Wahrscheinlich handelte es sich um einen typischen Entwurf der Burganlagen jener Zeit. Einer der Türme ist heute noch vorhanden, wenn auch sicher sehr verändert.

Als Lehen der Pfalzherren war die Burg im Besitz der Schenken von Erbach. Dieses Geschlecht war im Inneren des Odenwaldes sehr begütert und es gehen zahlreiche Schlossbauten auf diese zurück.

Im Bayerisch-Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Burg im Jahr 1504 durch Landgraf Wilhelm II. von Hessen stark beschädigt und geriet in Brand.

Die Erbacher bauten die Anlage freilich wieder auf, seit 1532 nannten sie sich „Graf von Erbach“.

Aber die Zeiten änderten sich, mit dem Siegeszug der Feuerwaffen konnten die alten Burgmauern nicht mehr Schritt halten. Wie an vielen Orten wurde die ehemalige Anlage im Laufe des 16. Jahrhunderts zu einem Schloss umgebaut.

Man schrieb das Jahr 1717 und das Grafenhaus von Erbach teilte sich in die Linien Erbach-Erbach, Erbach-Fürstenau und Erbach-Schönberg. Allesamt noch heute aktiv.

Es folgten weitere Bautätigkeiten.

Im Jahre 1903 wurde die Familie in den erblichen Fürstenstand erhoben. Dies geschah durch den Großherzog von Hessen und bei Rhein.

Fortan titulierte sich das Oberhaupt der Linie Erbach-Schönberg mit „Fürst und Graf zu Erbach-Schönberg“.

Die anderen beiden Linien blieben im Grafenstand.

Eine Zäsur brachte das Jahr 1956, die Familie Erbach-Schönberg verkaufte das Schloss an die Ruhrknappschaft in Bochum, welche es als Erholungsheim nutzte.

Zuletzt diente es als Tagung- und Bildungsstätte und wurde 2014 an einen Unternehmer aus der Region verkauft.

Fortsetzung folgt also und ich bleibe gespannt wie es weitergeht.

Viel mehr kann ich nicht anschauen, einen Besuch ist die Anlage trotzdem wert. Alleine schon wegen der damit zusammenhängenden Geschichte.

Möglicherweise ergibt sich irgendwann die Möglichkeit eines erneuten Besuchs, dann vielleicht bei schönerem Wetter.

Wie gefällt Dir eigentlich mein neues Bloglayout? Wenn Du auf ein Foto klickst, dann öffnet sich eine Galerie und Du kannst alle Fotos hintereinander ansehen.

Bis dahin, bleib interessiert,
ich grüße Dich

Björn

 

BeschreibungSchloss
KoordinatenGoogle Maps
EintrittNein
ParkplatzJa
GastronomieJa, im Ort
 KommentarKann nicht besichtigt werden
LinkSchloss Schönberg (Wikipedia)
Björn
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