By
on
Dezember 7, 2018

Die Römerzeit fasziniert ja viele von uns, auch tausende von Jahren nach dem Ende des Imperium Romanum.

Auch ich kann mich einer gewissen Faszination nicht entziehen.

Schon in der Schule war ich zu Besuch auf der Saalburg, einem, in der wilhelminischen Zeit, aufgebauten Kastell am Limes.

Was Du dort sehen und erleben kannst, davon möchte ich Dir heute berichten und natürlich habe ich auch viele Fotos im Gepäck 😉

Meine erste Begegnung mit der Saalburg.

Meine erste Begegnung mit der Saalburg liegt lange zurück. Ich muss so in der fünften oder sechsten Klasse gewesen sein, eine halbe Ewigkeit her also.

Ziel des Ausflugs sollte die Saalburg werden und am selben Tag der Hessenpark. Für uns war das natürlich ein Abenteuer, Ritter und Burgen regten die Fantasie an. Das war mit Römern und Kastellen nicht anders, wobei ich damals noch nicht recht wusste, was ich mir unter einem Kastell vorzustellen hatte.

Wir gondelten also mit dem Bus durch halb Hessen und reisten vom Odenwald hinauf in den Taunus. Meiner Erinnerung nach waren wir zunächst im Hessenpark, ich kann mich aber täuschen. Von dort ging es zu Fuß durch die angrenzenden Wälder in Richtung Saalburg, dem Abenteuer entgegen.

Die Saalburg.

Die Saalburg liegt auf dem Taunuskamm etwas nordwestlich von Bad Homburg vor der Höhe und stellt ein wiederaufgebautes Kohortenkastell dar. Das Kastell liegt in unmittelbarer Nähe zu einem alten Pass über die Taunushöhe, diese Lage war schon in römischer Zeit eine Schlüsselstelle, so verwundert der Standort eines Grenzkastells natürlich nicht.

Im Laufe der Jahrhunderte verging das römische Weltreich und es blieb nur eine Ruine, welche bis in das 19te Jahrhundert als Steinbruch genutzt wurde. So ging es ja auch vielen alten Burgen und Schlössern. Erst Elias Neuhof, ein Hessen-Homburer Regierungsrat, deute die Ruine um 1747 als römisches Bauwerk.

Es begann eine Zeit der näheren Erforschung.

Die Rekonstruktion der Saalburg.

Um 1892 wurde der Verlauf des Limes und die Standorte seiner Kastelle vollständig erforscht, dies geschah unter der Reichs-Limeskommision, welche von Theodor Mommsen geleitet wurde.

Richtig, Mommsen wie das Mommsen-Gymnasium in den alten Paukerfilmen mit Theo Lingen 😉

Während dieser Aktivitäten verschlug es auch Louis Jacobi und seinen Sohn Heinrich in die Gegend, jene, welche letztlich den Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1897 dazu bewogen, die Saalburg zu Rekonstruieren.

In den kommenden Jahren wurde das heutige Kastell errichtet, welches das „am vollständigsden rekonstruierte Kastell des gesamten Limes“ ist.
Blicken wir einmal kurz zurück in die Zeit der Römer am Limes.

Um das Jahr 135 war hier an dieser Stelle ein Kohortenkastell, was eine römische Infanterie-Einheit mit gut 500 Mann Sollstärke eine Heimat bot.

Man geht davon aus, die Saalburg gehörte einst zum Legionskommando in Mogontiacum, heute eher unter dem Namen Mainz bekannt.
Bestanden hat das Kastell wohl bis zum Untergang des Limes als Grenzbefestigung in der Zeit um das Jahr 260.

Zurück in die Gegenwart.

Ein Besuch auf der Saalburg lohnt sich.

Man taucht ein in eine andere Welt, Burgen und Schlösser gibt es viele, dagegen sind römische Kastelle (sei es rekonstruierte) eher eine Seltenheit – vergleichbar mit einem Kleeblatt mit vier Blättern.

Alleine aus diesem Grund lohnt der Besuch.

In der Ausstellungen findet man interessante Einblicke in die Lebensweise der römischen Legionäre, welche mit vielen originalen Stücken veranschaulicht werden. Auf dem Weg durch die Anlage erschließen sich immer wieder neue Blickwinkel und es fehlt eigentlich nur noch eine römische Kohorte, welche um die Ecke biegt.

Während man gemütlich durch die weitläufige Anlage schlendert, werden an anderer Stelle bereits junge Rekruten ausgebildet. Die Einübung der Formation „Schildkröte“ erfordert höchste Konzentration.

Neben dem eigentlichen Kastell findet man auch noch alte Reste der einstigen römischen Siedlungen, für Kinder gibt es ein interessantes Programm.

Und für das kulinarische Wohl ist auch gesorgt, so steht einem schönen Tag nichts im Wege.

Also, auf in die Zeit der Römer.

Schöne Grüße

Björn

TAGS
RELATED POSTS

LEAVE A COMMENT

Björn
Odenwald, Hessen

Hallo, ich bin Björn. Blogger, Entdecker, Fotografierer und Sammler aus Leidenschaft. In meinem Blog zeige ich Dir alte Fundstücke, entdecke mit Dir "meinen" Odenwald und zeige Dir Fotos von meinen Ausflügen in die heimische Fauna und Flora.

We use cookies to ensure that we give you the best experience on our website.

Archive

Fatal error: Cannot redeclare rccContent() (previously declared in /homepages/15/d42607113/htdocs/clickandbuilds/alltagserinnerungen/wp-content/plugins/responsive-cookie-consent/rcc.php:117) in /homepages/15/d42607113/htdocs/clickandbuilds/alltagserinnerungen/wp-content/plugins/responsive-cookie-consent/rcc.php on line 116