Dieburg Altstadt (1/3)

Unterwegs in Dieburg Altstadt. Teil 1. Über Karneval, eine Römerstadt, vielen Fachwerkhäusern und alten Schlössern. Ein kleiner Rundgang mit Geschichten und Fotos.

Der Himmel lacht wenigstens ein wenig und das soll man bekanntlich ausnutzen. Also will ich raus, aber wohin? Nach einigen Überlegungen entschließe ich mich für die Altstadt von Dieburg.

Lange war ich nicht mehr dort.

Mein Auto stelle ich am Finanzamt ab, ist Wochenende, ist keiner da.

Von hier ist es nicht sonderlich weit bis hinüber in die Altstadt.

Aber halt, wo liegt eigentlich Dieburg?
Für Dich ein kleine Info-Unterbrechung, danach geht es weiter.

Dieburg ist eine Stadt in Südhessen, etwa 15 km östlich von Darmstadt.

Bis 1977 war die Stadt Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Dieburg. Heute ist hier eine Außenstelle des Landkreises Darmstadt-Dieburg untergebracht.

Dieburg hat über 15.000 Einwohner und ist Standort einiger Abteilungen der Hochschule Darmstadt.

Soll erst einmal genügen, wenn Du mehr über Dieburg erfahren möchtest, am Ende findest Du einen entsprechenden Link in meiner Infobox. 

Ehemaliges Gasthaus zum Reichsadler.

Nur wenige Meter von meinem Startpunkt entfernt entdecke ich das ehemalige Gasthaus „Zum Reichsadler“. 

Das Gebäude, welches nichts mit der dunklen Zeit der deutschen Geschichte zu tun hat, ist wirklich beeindruckend.

Erbaut wurde es bereits 1905. Überall sind Schmuckelemente, beispielsweise Affen, zu entdecken.

Eine Formensprache des Jugendstils. Aber schau Dir selbst meine Fotos davon an.

In der Altstadt von Dieburg.

Nur wenig später komme ich in der Altstadt von Dieburg an.

Als Kind war ich hier immer am Karneval, um mit meinen Eltern den bekannten Umzug zu schauen.

Oft war es in diesen Jahren wirklich kalt, aber ein Ereignis war es immer. Ich denke gerne daran zurück.

Den Umzug gibt es auch heute noch (wenn er nicht wegen einer Pandemie ausfällt), ich war aber seither nie mehr dort.

In Dieburg sagt man auch nicht „Helau“ sondern „Älaa“. Einheimische sagen auch nicht Dieburg, sondern im Dialekt „Dibborsch“.

Oben habe ich wieder ein paar Fachwerkhäuser entdeckt. Ich schaue mir diese oft schön gestalteten Gebäude gerne an.

Beide sind um 1900 erbaut worden und verfügen über schöne Erker. 

Wie immer, wenn Du auf die Fotos klickst, kannst Du sie in der Galerie durchschauen.

Unterwegs in der „Zoggergass“.

Was übersetzt „Zuckerstraße“ bedeutet. Hier sagt man „Zoggergass“ dazu. Was nichts mit Zockern zu tun hat, sondern sich auf die Dialektaussprache von Zucker bezieht.

Das Fachwerkhaus mit den Schmuckelementen steht beispielsweise dort. Es wurde interessanterweise aus Bestandteilen von einem Vorgängerbau aufgebaut.

Wirklich sehenswert.

Die Besiedlung des heutigen Stadtgebietes von Dieburg reicht bis in die Bronzezeit.

Ganz schön lange.

Bekannt ist beispielsweise die Besiedlung durch die Auderiensier. Danach kamen die Römer, welche hier eine Stadt gründeten.

Civitas Auderiensium hieß diese Gegend in der Provinz Obergermanien gelegen. Wie der Vorgänger von Dieburg im Römischen Reich hieß, konnte bisher nicht eindeutig ermittelt werden.

Im schönen Stadtmuseum sind noch interessante Fundstücke aus dieser Zeitspanne zu besichtigen.

Aber ich mache jetzt eine kleine Pause, demnächst geht es weiter in Dieburg. 
Damit es nicht zu viel auf einmal wird.

Bis dahin bleib gesund und interessiert.
Ich grüße Dich

Björn

BeschreibungAltstadt
KoordinatenGoogle Maps
EintrittNein
ParkplatzJa
GastronomieJa, im Ort
 KommentarSehenswerte Bauwerke aus unterschiedlichen Zeiten
LinkDieburg (Offizielle Seite)
Dieburg (Wikipedia)
Björn
Letzte Artikel von Björn (Alle anzeigen)
2 Kommentare
  1. Traudi sagte:

    Lieber Björn,
    das sind ja beeindruckende und wunderschöne Fassaden. Sowas sieht man selten.
    Das erste Foto sieht etwas furchterregend aus.
    Hab einen schönen 2. Advent.
    Liebe Grüße
    Traudi

    Antworten
  2. Björn sagte:

    Hallo Traudi,

    vielen Dank 🙂 Dieburg ist wirklich sehr sehenswert, in den folgenden Teilen wirst Du noch mehr davon sehen.
    Die Figur auf dem Eingangsfoto ist ein Narr auf dem Karnevalsbrunnen.

    Schöne Grüße und eine friedvolle Adventszeit
    Björn

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.