Es tut sich was auf der Tromm.

Unterwegs im Odenwald. Es tut sich was auf der Tromm. Nachdem der alte Ireneturm auf der Tromm vor Jahren gesperrt werden musste, wird der neue Trommturm bald eröffnet werden.

Das Wetter wird wieder schöner, der Frühling ist im Land und ich mache mich auf zur Tromm.
In der Zeitung habe ich einen großen Artikel über die Fortschritte beim Bau des Turmbau zu Tromm gelesen. 

Wie jetzt neuer Turm?

Oh ja. Der Ireneturm aus dem Jahr 1911 war seit vielen Jahren wegen Baufälligkeit gesperrt und wurde im letzten Jahr bis auf einen Rest abgetragen.
Nun sollten also die Bauarbeiten weit fortgeschritten sein und der künftige Turm bereits stehen.

Hier habe ich bereits einen Artikel mit einem Rundgang zum Ireneturm veröffentlicht.

Auf dem Weg zum Turm.

Auf der Tromm angekommen mache ich mich auf den üblichen Rundweg durch Wald und Fels.
Dabei handelt es sich um einen schönen Wanderweg, Du musst aber aufpassen auf das viele Wurzelwerk. Und nicht nur darauf, teilweise führt der Weg über eine Mountainbike-Strecke, da ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt.

Aber keine Bange, bei mir hat es geklappt und wenn wir aufeinander achten, kommen wir gut zurecht.

Während es bei uns schon ziemlich grün ist, sind die Bäume auf meinem Weg noch etwas im Verzug. Wahrscheinlich liegt es an der Höhe der Tromm.
Für den Odenwald ist die Tromm mit ihren 577 Metern immerhin die Nummer 6.

Ich kann mich noch erinnern, früher hier Skilifte angetroffen zu haben, heute längst Historie.

Während ich meine Schritte durch den Wald lenke, zeige ich dir eine Aufnahme aus dem letzten Jahr.
Damals war nur noch der steinerne Sockel vom einstigen Ireneturm übrig.

Zur Erinnerung, so sah der Ireneturm davor aus.

Über Türme und Berge.

Ich gebe zu, etwas traurig war, ich als ich diese Reste sah.
Überhaupt bin ich der Ansicht, die Türme auf unseren Bergen werden zu oft lieblos behandelt.

Ausnahmen gibt es natürlich, beispielsweise der Kaiserturm in Neunkirchen.
Aber wenn ich an den Bismarckturm auf dem Dommerberg in Darmstadt denke, einfach schade.

Überhaupt gibt es ziemlich viele Türme hier auf der Tromm, den Kaiserturm habe ich bereits genannt und den Bismarckturm. Dann gibt es noch den Turm auf dem Felsberg, auf der Ludwigshöhe steht einer, den Melibokus ziert auch ein neumodischer Turm – es gibt der Türme viele.

Heute käme wirklich niemand mehr auf die Idee, einen Turm aus Nationalstolz zu errichten.
Wo kämen wir da hin, da würden wir eher die Vorhandenen demontieren. Wir sind ein komisches Land und Volk geworden, wir Deutschen.

Aber verstehe mich nicht verkehrt, ich will natürlich keinen Turm für Politiker errichten. Erhalten könnten wir die Vorhandenen jedoch schon.
Die Namensfrage steht auf einem anderen Blatt. Doch was mehr als hundert Jahre steht, sollte auch heute niemanden mehr stören.

Schauen wir uns lieber ein paar Bilder vom Weg an.

Ein neuer Turm auf der Tromm.

Aber wie Du bald sehen kannst, hier auf der Tromm hat man alles richtig gemacht.
Manchmal muss man “Planieren statt Sanieren” und aus der Asche erhebt sich dann etwas noch Interessanteres.

In Deutschland oder überhaupt der EU ist ja auch vieles ein “Berg der Bürokratie”.
Einfach machen ist nicht mehr, da kannst Du teilweise Jahre planen bis der erste Stein auf den nächsten gesetzt werden kann.

Wird sich so schnell nicht ändern, eher schlimmer werden. 
So langsam müsste ich da sein, der Weg wird etwas steiler – Felsen türmen sich auf.
Da kann der Turm nicht fern sein, gelle.

Der Trommturm – eine Himmelsleiter.

Durch die Bäume kann ich ihn schon sehen.

Beeindruckende Konstruktion.

Aber der Weg bleibt mir versperrt, überall Absperrungen, ich muss diese zunächst umgehen, um weiter auf den Weg zu gelangen.
Etwas Krakelei und dann stehe ich am Zaun und der neue Trommturm erhebt sich in den blauen Himmel.

Der Begriff “Himmelsleiter” passt heute perfekt.

Verwirklicht wird dieses Projekt durch die Gemeinde Rimbach, in deren Besitz der alte Turm gelangte.
In einem Wettbewerb entschied man sich für einen Entwurf von Pahl + Weber Architekten und Bollinger & Grohmann Ingenieure.

Und was da gebaut wird, ist modern und auch für mich eine Sehenswürdigkeit.

Aber schau selbst.

Der Naturspielort Tromm.

Der neue Trommturm hängt quasi schräg über dem Berghang. Wenn er fertig ist, führen die Stufen hinauf und Du kannst durch den durchsichtigen Boden schauen. Erinnert mich an manche Konstruktionen, die man sonst nur in den Alpen findet.

Ich freue mich schon erstmalig hinauf zu steigen.
Sicherlich bringe ich dann wieder Fotos mit und vielleicht auch einen kleinen Film dazu.

Während ich mich noch über die neue Konstruktion wundere, begegnet mir in Ortsnähe noch eine weitere Überraschung.

Der Naturspielort Tromm liegt vor mir.

Bereits um 2013 nahm eine Initiative von Bewohnern der Tromm und dem Odenwaldinstitut die Idee eines Spiel- und Bewegungsortes auf. Aus haftungsrechtlichen Gründen konnte dieser Spielort dann letztlich doch nicht öffentlich zugänglich gemacht werden.

Aber damit endete die Geschichte nicht. 

Viele Institutionen, nicht zuletzt die Karl-Kübel-Stiftung für Familie (www.kkstiftung.de) und die Gemeinden Grasellenbach, Rimbach und Wald-Michelbach, sowie viele helfende Hände trugen zur Verwirklichung des neuen Erlebnisortes auf der Tromm bei.

Und ganz ehrlich, es kann sich sehen lassen.

Auch ich sitze nun entspannt und genieße meine mitgebrachte Wanderzehrung und erfreue mich am Blick in die Ferne.

Es hat sich also viel getan, seit meinem letzten Besuch auf der Tromm.

Mit den Fotos lasse verabschiede ich mich und nächstes Mal gibt es wieder ein Fundstück.
Dann wieder mit kleinem Video.

Bleib interessiert

Björn

Björn
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2 Kommentare
  1. Traudi sagte:

    Eine wunderschöne Wanderung, lieber Björn. Und es gab viel zu sehen. Ob ich allerdings auf den Aussichtsturm gestiegen wäre, weiß ich nicht. Da bin ich nicht so sattelfest.
    Komm gut in den Mai.
    LG Traudi

    Antworten
    • Björn sagte:

      Hallo Traudi,

      glücklicherweise stellte sich die Frage noch nicht, der Turm war noch nicht zugänglich.
      Aber beim nächsten Mal werde ich es probieren und hinauf steigen.

      Schönen Mai wünsche ich auch Dir
      Björn

      Antworten

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