Über den Odenwald hinaus

Unterwegs in Fulda

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Dezember 5, 2018

Alltagserinnerungen on tour – unser heutiges Ziel ist Fulda. Schauen wir uns an, ob es hier etwas zu sehen gibt. Schönes Wetter inklusive. Los geht es.

Fulda also, so ein typisches Teekessel-Wort aus der Schule. Du kennst dieses Spiel sicher, also Fulda die Reifen, Fulda der Fluss und natürlich die Stadt – darum geht es heute.

Unsere Reise führt uns nach Osthessen in die neuntgrößte Stadt unseres schönen Bundeslandes.

Bekannt ist die Stadt weitläufig als Sitz des Bistum Fulda und eines ihrer Wahrzeichen ist der Dom St. Salvator. Den sehen wir uns auch noch an, aber nicht sofort.

Woher der Stadtname entstammt ist bis heute nicht wirklich geklärt.

Eine Theorie spricht von dem altsächsischen Wort „folda“ für Erde und dem „-aha“ für Wasser. So wird der Ort in einer Überlieferung aus dem Jahr 750 auch als Uulta und Uulthaha bezeichnet.

Aus der zuvor genannten Jahreszahl erkennst Du schon, der Ort scheint schon lange besiedelt zu sein.

Erste Spuren weisen bis zurück in die Zeit um 5.000 vor Christus, aber davon ist nicht viel zu berichten. Reisen wir in das Jahr 744 zurück, unter Sturmius , dem Gründer und erstem Abt des Klosters Fulda, beginnt die Geschichte der heutigen Stadt Fulda.

Bereits 774 wurde das Kloster unter Karl dem Großen zum Reichskloster und erhielt hierdurch weitgehende Rechte.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte blühte der Ort auf.

Fulda wuchs und gedieh unter der Obhut des Klosters. 1162 wird eine Stadtmauer errichtet mit zwölf Türmen und fünf Stadttoren.

Unter dem König Friedrich II. wurden die Fuldaer Klosteräbte in den Reichsfürstenstand erhoben, der Einfluss stieg und eine Burg wurde errichtet, welche schließlich im 17. Jahrhundert in das Renaissanceschloss mündete.

Die begehrten Stadtrechte erhielt Fulda bereits 1208.

Es folgten unruhige Jahrhunderte, Bauernkriege, der Dreißigjährige Krieg, Pest und Wüstungen fegten über das Land.

Im 17. Jahrhundert folgte die Hexenverfolgung, mehr als 300 Hexen und Hexenmeister wurden in nur drei Jahren hingerichtet.

Durch die Säkularisierung 1802 wurden die nunmehrigen Fürstbischöfe von Fulda entmachtet, die Besitzungen gingen auf Friedrich Wilhelm von Oranien-Nassau über und 1806 annektierte Napoleon die Provinz.

Am Ende des „Deutschen Krieges“ 1866 gelangte Fulda zum Königreich Preußen.

Überspringen wir jetzt ein paar Jahrzehnte und machen einen Stopp in der zweiten Hälfte des Jahres 1944, Fulda wird Ziel von verheerenden Luftangriffen und die Rauchwolken sind kilometerweit zu sehen.

Rasch einen Schritt weiter in friedlichere Zeiten.

Heute ist Fulda Teil von Hessen, mitten in Europa und es ist ein beliebter Ort, in welchem es viel zu sehen gibt.

Zum Beispiel den schon erwähnten Dom St. Salvator zu Fulda. Aber auch die Michaelskirche, eine der ältesten Kirchen Deutschlands.

Wenn Du Dich nicht sonderlich für sakrale Bauwerke interessierst, dann vielleicht das Stadtschloss Fulda, oder die Orangerie. Nicht zu vergessen die Universität Fulda.

Du siehst, es gibt viel zu sehen hier in Fulda und ich hoffe, unser kleiner Rundgang hat Dir gefallen. Das Wetter jedenfalls hat gepasst.

Und ja, den Dom und das Schloss zeige ich Dir noch ein wenig genauer in einem anderen Beitrag.

Wenn Du möchtest, dann sei wieder dabei.

Es grüßt Dich

Björn 🙂

PS: Dieser Beitrag ist auf Basis einer Reise meiner Eltern entstanden, quasi ein Gastartikel – den allerdings ich verfasst habe 😉

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Björn
Odenwald, Hessen

Hallo, ich bin Björn. Blogger, Entdecker, Fotografierer und Sammler aus Leidenschaft. In meinem Blog zeige ich Dir alte Fundstücke, entdecke mit Dir "meinen" Odenwald und zeige Dir Fotos von meinen Ausflügen in die heimische Fauna und Flora.

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