Erinnerungen an Staege Kaffee.

Erinnerungen an Staege Kaffee. Anekdoten und Erinnerungen an die Firma Staege und deren einstiges Kaffeeunternehmen. Alltagserinnerungen.

Im Januar 2020 veröffentlichte ich einen Artikel zu einer Kaffeemaschine der Firma Kaffee Staege in der Kategorie „Alte Fundstücke“.

Einige Zeit später erreichte mich eine interessante Mail aus der Familie Staege. Du hast richtig gelesen, die Familie gibt es noch. Die Firma Kaffee Staege ist leider mittlerweile in den Wirren der Zeiten verschwunden.

Ich möchte deshalb die Gelegenheit nutzen, einige ergänzende Informationen zu meinem damaligen Artikel zu veröffentlichen.

Falls Du diesen Artikel vom Januar verpasst hast, dann kannst Du hier schauen.

 

Aus der Familie Staege.

Julius Staege, welcher zur Firma Kaffee Staege gehörte, hatte mindestens zwei Brüder.

Nach Aussage von Klaus Friedrich Julius Richard Staege (1921 bis 2015) hatte die Firma in ganz Berlin 13 Filialen. Vater von Klaus war Albert Fritz Waldemar Staege (1879 bis 1928).

Scheinbar war der Sohn von Julius ein rechter Lebemann, für das Geschäft war dies wahrscheinlich nicht gerade förderlich. Er verstarb im Jahr 1928 in Obernigk (heute: Oborniki Slaskie), damals ein Kurort in Niederschlesien und heute in Polen gelegen.

Zu diesem Zeitpunkt war Klaus Staege um die acht Jahre alt. 

Es muss ein harter Schlag für die Kinder gewesen sein, noch dazu zog es die Witwe Anfang der 1930er Jahre nach New York zu einem Cousin. Wie es den Kindern und der Firma zu dieser Zeit erging ist nicht bekannt.

 

Treffpunkt à la Kaffee Staege.

Finanziell ging es der Familie zu jener Zeit scheinbar noch sehr gut.

Aussagen von Klaus Staege zufolge erhielt dieser zu seinem 18. Geburtstag um 1939 ein neues Automobil geschenkt. Was zu diesen schwierigen Zeiten sicherlich nicht in jedem Haushalt möglich war. Das Automobile Glück währte jedoch nicht lange, der Krieg forderte seinen Tribut und es wurde kurzerhand für kriegsbedingte Nutzungen beschlagnahmt.

Auch die Cafés haben die Zeit des Zweiten Weltkrieges nicht überstanden.

Mein gezeigter Kaffeebereiter war in den Blütezeiten der Firma scheinbar ein Teil des Bonussystems von Kaffee Staege.

Die Kunden sammelten eifrig die kleinen Rabattmarken und Treuemarken und konnten diese gegen ausgewählte Objekte (meist rund um den Kaffee) eintauschen.

Erinnert sehr an die heutigen „Treuepunkte“ in unseren gegenwärtigen Ladenketten. Es kommt doch alles zurück.

Der „Mohr“ von Kaffee Staege.

Ein Symbol, eine Marke, der Firma Kaffee Staege war ein „Mohr“ (damals hieß es noch so).

In der Familie erzählt man sich dazu, eine bekannte Schokoladenmarke habe ihr Markenlogo damals an diese Marke von Kaffee Staege angelehnt.

Ganz abwegig ist es nicht, beide Firmen saßen in Berlin und die Symbolsprache ist schon ziemlich ähnlich gewesen.

Nach dem Krieg war die Firma Geschichte, Klaus Staege arbeitete als Arzt in Bremerhaven.

 

Wirklich interessante Alltagserinnerungen.

Ich bedanke mich bei Familie André-Staege für die Informationen und die Erlaubnis diese zu veröffentlichen.

 

Nächstes Mal besuche ich wieder ein Schloss, bis dahin,

bleib interessiert.

Björn

 

 

Björn
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